Warum spucken - oder rotzen - Männer und nie Frauen immer auf die Straße?

Matthias meint:
Also, Männer spucken -oder rotzen- auf die Straße, weil Fußballspieler das so machen. Ein Sportler, auch Fußballer, nachdem er schon etwas gerannt ist im Spiel, produziert, durch Wasserverlust verursacht, zähflüssigeren, salzigen Speichel. Da das unterschlucken davon auf dauer unangenehm wird spuckt der Fußballer aus. Männer, weil sie gerne Fußball schauen, imitieren dieses Verhalten, damit sie sich toll fühlen.
Frank Rawel meint:
Vielleicht einen tiefenpsychologischen Antwortansatz kann ich bieten: es scheint mir eine Pseudo-Ersatz-Handlung für die Ejakulation zu sein, eine männliche Angelegenheit also. Bewiesen ist, daß im männlichen Erbmaterial der Auftrag angelegt ist, das Erbgut möglichst breit zu verteilen. Dem kommt, zumindest mit allerhand DNA-Trümmern, unbewußt das auf die Straße spucken nach. Zusätzlich wird, wie bei Hunden, ein Revier markiert. All das tun Weibchen nicht.
Dille meint:
Aus den gleichen Gründen warum Männer meist in der Natur ihr kleines Geschäft verrichten (pinkeln) rotzen sie auch wo sie stehen und gehen auf die Strasse. Aus archaischen Zeiten haben sich diverse Angewohnheiten verschiedenster Tiere in die Neuzeit gerettet. Bei den Tieren macht dies immer noch Sinn, nur beim Menschen nicht, allerdings können die meisten diesen Urtrieben auch nicht wirklich widerstehen. So ist das weitläufige Spucken (ähnlich dem Urinieren) eine Art Reviermarkierung. Gerade die Zähigkeit der "Spucke" führt zu einer optischen Reviermarkierung, während das Urin, welches meistens schnell durch die flüssige Form versackt, nur eine Geruchsmarkierung ist. Ebenso fungiert "Spucke" aber auch als geschmacks- und Geruchssignal. Trotzdem der Mensch das erkennen solcher Signale in den letzten Tausenden von Jahren verlernt hat, kann man sie immer noch feststellen. So gibt es immer noch Ekel vor angebissenen Lebensmitteln oder angebtrunkenen Flaschen und Gläsern, der aber mehr oder weniger unterdrückt werden kann. Der Speichelauswurf diente vor Tausenden von Jahren aber auch der Beurteilung des Kontrahenten, in dessen Gebiet man eingedrungen ist: Über den Speichel konnte man erkennen on der Gegner stark oder durch Krankheit geschwächt war (evtl. Blut im Speichel, bakterieller Auswurf, krankhafte Verfärbung, etc.) und ob im Revier Frauen vorkommen (durch gegenseitiges Reinigen wurden Duftstoffe von Frauen z.B. der Haare teilweise im Mund aufgenommen). Das spucken markiert also neben dem Freiluftpinkeln das Revier oder einen Weg. Frauen markieren ihr Gebiet nicht, weil ihnen andere Aufgaben zuteil wurden. Dementsprechend spucken und pinkeln sie nicht so freigiebig wie die männliche Fraktion. Sie waren eher für das sozial und Wohnwesen zuständig. Ihre Aufgabe war es nicht das Revier zu verteidigen, sondern das Revier rein zu halten und evtl. Streitigkeiten im Revier selber, also innerhalb einer Horde, zu schlichten. Dazu ist es unnötig das Revier zu markieren.
seb meint:
Speichel bildet sich normalerweise in jedem menschlichen mund, also ist prinzipiell das verlangen, auszuspucken vorhanden. nun ist es aber Frauen aufgrund der tradierten Geschlechterrolle verboten, das in der Öffentlichkeit zu tun, genauso wie sich auffällig am hintern kratzen, beim sitzen die Beine zu spreizen,etc. dass rotzen auch bei Männern im Grunde abstoßend ist, ändert nichts daran, dass die Akzeptanz viel höher ist.
Matthias Kilb meint:
Weil Männer aufgrund ihrer erhöhten Intelligenz mehr Speichel produzieren ;) !!
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