Macht das Vorheizen von Backöfen wirklich Sinn?

Bei der Zubereitung von Fertiggerichten soll der Backofen laut Packung immer auf Betriebstemperatur vorgeheizt werden. Auch bei vielen Rezepten wird die Backzeit im vorgeheizten Backofen angegeben. Gelingen die Speisen nicht, wenn man auf das Vorheizen verzichtet?

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FoA-Team weiß dazu:

Es gibt tatsächlich Speisen, die nur dann gelingen, wenn sie eine ganz bestimmte Zeit, bei einer ganz bestimmten Temperatur im Backofen sind. Bei empfindlichen Teigen etwa. Auch ein Soufflé kann beispielsweise in sich zusammenfallen, wenn es mit der falschen Temperatur zubereitet wird oder durch das Öffnen des Backofens Kaltluft in den Backofen gelangt.

Aber bei den meisten Gerichten ist das Vorheizen des Backofens völlig unnötig und reine Energieverschwendung. Fertignahrung, wie etwa Pizza, Auflauf und TK-Fisch gelingt auch ohne Vorheizen!

Der Grund warum die Hersteller von Fertignahrung und die Autoren von Rezepten die Backzeit im vorgeheizten Backofen angeben ist ein anderer:
Die Backöfen in deutschen Küchen kommen von verschiedenen Herstellern und die haben auch noch unterschiedliche Modelle. Darum ist auch die Heizleistung von Backöfen verschieden und es braucht unterschiedlich lange, bis die gewünschte Temperatur im Backofen erreicht ist.

Darum können die Lebensmittel-Hersteller keine einheitliche Backzeit angeben. Braucht ein Ofen länger um auf Betriebstemperatur zu kommen, ist auch die Backzeit länger und umgekehrt.

Wer auf das Vorheizen verzichtet, kann eine Menge Energie sparen. Und wer den Ofen 2 bis 5 Minuten vor Ende der Backzeit ausschaltet, kann noch mehr Energie sparen. Denn ein geschlossener Backofen hält die Hitze für einige Zeit. Allerdings muss man dann mehr nach Gefühl backen oder die Pizza nach dem Bräunungsgrad beurteilen, bevor sie auf den Tisch kommt.