Warum sieht Wasser von weitem blau aus, auch wenn es das gar nicht ist ?

Guckt man aufs Meer oder besonders saubere Seen, so erscheint das Wasser dort immer blau bzw. blau-grün. Das gleiche Wasser in einem Glas ist aber durchsichtig. Warum aber?

Jenny und viele andere meint:

Das Wasser erscheint deshalb blau, weil sich der Himmel darin spiegelt.

Jürgen Korweit meint:

Die Theorie mit der Himmelsspiegelung kann so nicht stimmen: wenns grau oder wolkig ist, wird das Meer ja auch nicht plötzlich durchsichtig oder schwarz ?!

Jens meint:

Wahrscheinlich machen die Nixen die ganze Zeit Party und alle sind blau ;-)

Juliane_1988 meint:

Wenn Wasser nicht blau wäre, könnte man es ja gar nicht malen. "Durchsichtig" ist so ein schwierige Farbe...

daniel dominguez meint:

Wassermoleküle und Lichtstrahlen reagieren nur sehr schwach miteinander. Darum erscheinen geringe Wassermengen - wie Tropfen oder Pfützen - farblos.

 

Mit zunehmender Strecke, die ein Lichtstrahl durch Wasser zurücklegt, werden jedoch immer mehr rote und teilweise grüne Lichtanteile absorbiert. Die blaue Farbe wird dagegen reflektiert, also zurückgeworfen. Deshalb hat das eigentlich durchsichtige Wasser einen Blauschimmer.

 

Je mächtiger eine Wasserschicht ist, desto "tiefer" blau erscheint das Gewässer. Auch ist ein offenes Meer blauer als ein Küstengewässer. Das liegt daran, dass mitten in den Ozeanen kaum gelöste Stoffe und Partikel schwimmen. In Küstennähe treten die Wasserverschmutzungen häufiger auf und verändern je nach Art des Zusatzes die Farbe des Wassers.

So färben die chloropyllhaltigen Organismen des Phytoplanktos das Wasser grün. Treten Algen in großer Menge auf, so wird das Wasser grünlich-braun, wie etwa an der Nord- und Ostsee. Gletscherflüsse weisen häufig eine milchig-weiße Färbung auf, die von fein zerriebenem Gesteinsmaterial herrührt.

 

Bestimmte Blaualgen oder gelöstes Eisen sind hingegen für Rotfärbungen verantwortlich. Sand- und Tonpartikel färben das Wasser ockerfarben, so etwa das Gelbe Meer vor China.

FoA-Team weiß dazu:
Wir haben mal bei einem Doktor der Physik nachgefragt: Licht besteht aus verschiedenen Farbanteilen, was man besonders gut bei einem Regenbogen sehen kann. Die Wasserteilchen absorbieren vor allem die Rot- und Grünanteile des Lichts, reflektieren jedoch die Blautöne. Je länger der Weg des Lichts durch Wasser ist, desto intensiver ist dieser Effekt.
Deshalb kann man ihn im Wasserglas mit bloßem Auge nicht wahrnehmen, im offenen Meer z.B. dagegen schon.
FoA-Team meint:

Naja, wer gern auch blaues Wasser trinken will, kann entweder auf Blue Curaçao zurückgreifen oder aber ein blaues Blatt Papier hinters Glas halten. Das gleiche Prinzip verwenden nämlich Schwimmbäder, deren Becken meist blau oder blau-grün ausgekachelt sind. Dadurch entsteht ebenfalls der Eindruck besonders frischen Wassers.