Darf man Schlafwandler wecken?

Stimmt es, dass man Schlafwandler unter keinen Umständen wecken darf, da sie sonst einen Schock erleiden können?

Bisher hat noch niemand eine Antwort gefunden.
Ich habe eine Theorie! >>
FoA-Team weiß dazu:

Somnambulismus, so der wissenschaftliche Name, tritt insbesondere bei Kindern und Jugendlichen auf und ist gar nicht so selten. Etwa 20% aller Kinder schlafwandeln hin und wieder. Bis zum Erwachsenenalter wächst sich die Schlafstörung jedoch meist aus. Nur etwa 1% aller Erwachsenen verlassen nachts unbewusst das Bett. Sie wandeln umher und verrichten dabei manchmal auch Tätigkeiten wie etwa Aufräumen oder Putzen. Früher wurden Schlafwandler auch als „Mondsüchtig“ bezeichnet, da sie sich tatsächlich des Öfteren an einer Lichtquelle wie dem Mond orientierten.

Für die Schlafwandler kann ihr nächtliches Treiben durchaus gefährlich sein, denn mit der sprichwörtlichen „schlafwandlerischen Sicherheit“ ist es nicht weit her. Die Koordination von Bewegungsabläufen ist schlecht, die Betroffenen wanken und stolpern oft und können trotz starr geöffneter Augen Hindernisse nicht erkennen.  Im schlimmsten Fall können sie sogar Treppen hinunterstürzen oder vom Balkon oder aus dem Fenster fallen. Die Unfallgefahr ist nicht zu unterschätzen.

Schlafforscher und Psychologen warnen tatsächlich davor, Schlafwandler aufzuwecken. Allerdings bekommen die Betroffenen davon keinen schlimmen „Schock“. Aber da sie sich im Tiefschlaf befinden, können sie beim Aufwachen verwirrt, desorientiert und über die aktuelle Situation erschrocken reagieren.
Besser ist es, den Schlafwandler behutsam am Arm zurück ins Bett zu führen und ihn weiterschlafen zu lassen. Am nächsten Morgen wissen die meisten Schlafwandler nichts mehr von ihren nächtlichen Aktivitäten.