Stimmt es, dass Truthahn schläfrig macht?

In den USA heißt es, Truthahn macht schläfrig. Was ist dran an diesem Mythos?

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Ich habe eine Theorie! >>
FoA-Team weiß dazu:

Ja, dass stimmt tatsächlich! Verantwortlich dafür ist eine in Truthahnfleisch enthaltene Aminosäure namens „Tryptophan“. Der Körper kann diesen Stoff nicht selbst bilden, sondern er muss mit der Nahrung zugeführt werden. Aus Tryptophan wird im Körper der für unsere Stimmung wichtige Neurotransmitter Serotonin gebildet.

Ein Mangel an Serotonin kann für depressive Verstimmungen, Angstgefühle und auch impulsive Aggressivität  verantwortlich sein. Außerdem ist Serotonin an der Steuerung unseres Schlafes beteiligt. Forschungen haben ergeben, dass Menschen mit leichten Schlafstörungen durch die Zufuhr von Tryptophan einen besseren und erholsameren Schlaf haben. Der vor allem in den USA verbreitete Mythos, dass der zu Thanksgiving verzehrte Truthahn schläfrig macht, stimmt also.

Aber man muss schon eine gehörige Portion davon essen, damit dieser Effekt eintritt. Und natürlich haben die bei einem Festmahl verzehrten Kohlenhydrate auch ihren Anteil an der Feiertags-Müdigkeit.


Tryptophan ist auch nicht nur in Truthahnfleisch enthalten, auch in der Sojabohne, in Sonnenblumenkernen, Erd- und Cashewnüssen sowie in Weizenkeimen und Käse ist der Stoff in höherem Maße vorhanden.