Warum kann man nicht aufhören Chips zu essen, bevor die Tüte leer ist?

Was macht Chips für viele Leute so verführerisch, dass sie erst aufhören, wenn die Tüte leer ist?

Sandy aus Erfurt meint:

Bevor mein Freund irgendwas von den leckeren Chips abbekommt, ess ich sie immer lieber selbst auf! Jaja, ich weiß ziemlich egoistisch ;-)

Mike meint:

Bei mir ersetzen Chips oft das Abendbrot, da reicht dann ne halbe Tüte meist nicht aus zum sattwerden!

Steve_O meint:

Die meisten verdrücken Chips & Co. ja vor dem Fernsehen. Wenn das Programm dann besonders spannend ist, kriegt man gar nicht mit, wieviel von dem chipszeug man schon in sich reingestopft hat. Und irgenwann sind dann halt alle alle.

Leider ist die Frage nicht eindeutig zu beantworten. Wie fast alles im Leben ist auch die Frage, warum man eine Chipstüte leer isst, sobald sie offen herumliegt, nicht monokausal zu beantworten. Verbraucherschützer meinen, dass es am Geschmacksverstärker Glutamat liegt.
Das ist ein natürlich vorkommender Nahrungsbestandteil, der aber auch Lebensmitteln zugesetzt werden kann und bei Fertiggerichten oder Snacks auch zunehmend zugesetzt wird. Bei Glutamatkonzentrationen von 0,2 bis 0,8 % entwickelt sich ein angenehmer, leicht salziger Geschmack. Zudem wird der Eigengeschmack der Lebensmittel verstärkt. Der Geschmack von Glutamat ist auch unter dem Namen „umami“ bekannt.

 

Andere behaupten, dass durch den hohen Salzgehalt der Chips ein ständiger Speichelfluss im Mund vorherrscht und solange der Mund wässrig ist, isst man eben weiter.
Ernährungspsychologen sehen für das radikale leer essen einer Chipstüte vor allem soziale Faktoren als Ursache. Chips werden oft "nebenbei", beim Fernsehen, Computer spielen oder in geselliger Runde gegessen. Häufig auch einfach aus Langeweile. Man "merkt" dabei oft gar nicht, was man da unbewusst macht. Überspitzt könnte man dabei auch von einem Suchtverhalten reden oder von psychischer Schwäche.


Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte und alle Faktoren haben einen mehr oder weniger großen Einfluss darauf, dass Chips in Freiheit nicht lange überleben.