Haben Hybridautos eine schlechtere Ökobilanz als herkömmliche Autos?

Die in den letzten Jahren entwickelten Hybrid-Autos sollen umweltverträglicher sein als herkömmliche Automobile. Doch Kritiker wenden ein, dass wegen der aufwändigen Technik und Entsorgung das Gegenteil der Fall sei. Wer hat recht?

Sven meint:

Hm...also Expertenmeinung hin  oder her:
5,7 l Super auf 100 km hochgerechnet auf 100.000 KM sind bei mir 5700 Liter und nicht 570.000 und die Differenz beträgt dann 1800 und nicht etwas die sowieso schon falsch gerechneten 300.000 Liter (nach der falschen Berechnung des Gesamtverbrauchs waren es auch schon nicht 300.000 sondern 180.000 Liter gewesen).

Also ist die komplette Quelle erstmal Schrott und bei 1800 Litern Unterschied ist ganz sicher der Hybrid in der viel schlechteren Position. Das Ganze wurde übrigens bereits komplett durch gerechnet, bösartiger weise Prius gegen Hummer H1 und dann nicht mit theoretischen 100000 KM sondern mit der zu erwartenden echten Lebensdauer der Fahrzeuge und ja, der Hummer hat gewonnen.

Es stimmt, dass für die Herstellung und Entsorgung von Hybridautos mehr Energie aufgewandt werden muss, dem entsprechend entstehen auch mehr Schadstoffe. Wichtiger jedoch ist der Betrieb der Fahrzeuge. Über die gesamte Lebenszeit wird etwa 80 Prozent der Energie für das Fahren aufgewandt. Daher ist eine Verbrauchsreduktions trotz erhöhtem Herstellungsaufwand ein Gewinn für die Umwelt und das Klima.

In verschiedenen Studien wurde der gesamte Lebenszyklus von einzelnen Fahrzeugmodellen ausgewertet und somit dieser Durchschnittswert ermittelt. Darin enthalten sind auch die Herstellung der Ausgangsmaterialien und die Instandhaltung. Toyota hat eine solche Studie 2006 für einen baugleichen Benziner und Hybriden durchgeführt und nur bei Kohlenwasserstoffen (außer Methan) einen leicht erhöhten Ausstoß ermittelt, da diese im Betrieb kaum ausgestoßen werden. Bei allen anderen Schadstoffen und vor allem Kohlendioxid wurden teilweise deutliche Reduktionen erreicht.

Zum Vergleich einfach dargestellt: der beste Benziner-Golf verbraucht nach Herstellerangabe etwa 5,7 l Super auf 100 km, der leicht größere Toyota Prius dagegen nur 3,9 l Super. Über das gesamte Autoleben von 10 Jahren und 100.000 km sind dies 570.000 zu 390.000 Liter Super. Die Herstellung und Entsorgung des Prius müsste somit umgerechnet mehr als 300.000 Liter Super zusätzlich benötigen, damit er so schlecht ist, wie der beste Golf.

 

Antwort von Laurenz Heine vom Verkehrsclub Deutschland:

 

Hallo Sven, danke für den Hinweis!


Du hast recht, dass mir da ein böser Kommafehler unterlaufen ist. Korrekt und besser erläutert lautet der letzte Absatz:

Zum Vergleich einfach dargestellt: der beste Benziner-Golf verbraucht nach Herstellerangabe etwa 5,7 l Super auf 100 km, der leicht größere Toyota Prius dagegen nur 3,9 l Super. Über das gesamte Autoleben von 10 Jahren und 100.000 km sind dies 5.700 zu 3.900 Liter Super. Da dies etwa 80% des Gesamtenergiebdarfs ist, verschlingt ein Golf leicht über 7.000 Liter Super in seinem Autoleben. Damit der Prius genauso gut oder schlecht ist, müsste Herstellung und Entsorgung circa 45 % des Gesamtenergiebedarfs ausmachen, etwas mehr als 3.000 Liter Super und damit doppelt so viel wie beim Golf.