Warum haben Männer Brustwarzen?

Warum haben Männer eigentlich Brustwarzen. Die sind doch beim Mann völlig nutzlos?

Kevin Sommer meint:

Weil sie ohne einfach komisch aussehen würden. Das sieht man doch bei Ken, dem Freund von Barbie!

Holger S. meint:

Das ist so, weil bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft die Merkmale von Mann und Frau noch nicht ausgeprägt werden. Bis zu einer gewissen Zeit sehen alle Föten aus wie Jungs. Erst später bildet sich dann alles so wie wir es kennen, wenn das Baby auf die Welt kommt.

Da es für ein Mädchen ohne Brustwarzen auf natürlichem Wege nicht möglich ist ein Baby zu säugen, und bis zu eben diesem Zeitpunkt im Mutterleib nicht genau bekannt ist was aus dem baby wird, bekommt der Fötus einfach von anfang an Brustwarzen.

Dem Mann schaden sie ja auch nicht. Sonst würden sie sich im laufe der Evolution zurück bildern.

FoA-Team weiß dazu:

Früher galt das männliche Geschlecht als das körperlich überlegene. Intelligenz, rationales Denken, Ausdauer und handwerkliches Geschick wurden ihm in höherem Maße zugeschrieben als dem weiblichen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Die moderne Wissenschaft entzauberte die Mythen und kaum jemand bezweifelt heute noch die gleichwertigen Fähigkeiten des weiblichen Teils der Menschheit.


Eher schon muss man sich um die Männer Sorgen machen. Seit die Zeiten harter körperlicher Arbeit weitgehend Geschichte sind, gerät das männliche Geschlecht zunehmend ins Hintertreffen.
Heute gelten Männer als wehleidiger und sozial inkompetenter als Frauen. Nicht einmal die Babys können sie stillen, obwohl sie doch Brustwarzen haben. Einmal davon abgesehen, dass die meisten Männer mit diesem Makel gut leben können: Warum haben Männer überhaupt diese völlig nutzlosen Dinger?

 

Im Prinzip besitzen Männer alle Anlagen, wenn auch verkümmert, die zur Milchbildung erforderlich sind. Das männliche Y-Chromosom ist der Grund warum sie nicht vollständig ausgebildet werden. Am Beginn einer Schwangerschaft entwickeln sich männliche und weibliche Embryos zunächst identisch.

 

Zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche sorgt das Y-Chromosom für die Ausbildung der Hoden, in welchen wiederum das männliche Sexualhormon Testosteron gebildet wird. Es steuert die Ausbildung der männlichen Sexualorgane und verhindert die Entwicklung weiblicher Brüste. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber schon zu spät, die Entstehung der Brustwarzen ganz zu verhindern. Sogar Reste von Milchdrüsengewebe sind unter den männlichen Brustwarzen zu finden.

 

Die Brustwarzen des Mannes gehören, wie beispielsweise der Blinddarm, zu den rudimentären Organen des Menschen. Als rudimentäre Organe werden jene Körperteile bezeichnet, die heute verkümmert und ohne, oder fast ohne Funktion sind. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen sind diese Organe infolge des Nichtgebrauchs über viele Generationen einfach verkümmert.


So beweisen die Brustwarzen des Mannes, dass in der Frühzeit des Menschen die Männer durchaus Anteil an der Ernährung der Nachkommen hatten. Und als erogene Zone hatten Brustwarzen, egal ob bei Mann oder Frau, schon immer eine sinnvolle Funktion inne.