Gibt es eine Einheit in der man Gestank messen kann?

Kann man Gestank messen?
Franzxaver meint:
Gestank ist doch eine subjektive Wahrnehmung! Wie soll man Gestank denn messen? So denken sicherlich viele Menschen. Aber Wissenschaftler haben tatsächlich eine Methode entwickelt, Gestank, oder besser Gerüche, zu messen. Da Gerüche meist aus einer Vielzahl von Substanzen bestehen die zudem oft in so kleinen Mengen vorkommen, dass sie kaum noch messbar sind, haben sich die Forscher entschieden die menschliche Nase als Sensor zu verwenden. Die Methode wird als Olfaktometrie bezeichnet und wird sogar von Gerichten anerkannt. Ermittelt werden • die Geruchsschwelle bzw. die Geruchsstoffkonzentration, • die Geruchsintensität (Stärke der Geruchsempfindung) und • die hedonische Geruchswirkung (Bewertung des Geruchs nach angenehm oder unangenehm). Dafür werden Gasproben in spezielle geruchsneutrale Beutel überführt und ins Labor zum sogenannten Olfaktometer gebracht, wo die Messung innerhalb von 24 Stunden erfolgen muss – denn sonst könnten die Geruchsproben sich verändern. Die Geruchsbestimmung erfolgt dann mit der menschlichen Nase. Gerüche werden erst wahrgenommen, wenn eine bestimmte Anzahl von Molekülen in der Luft vorhanden sind. Die Konzentration, ab der ein Geruchsstoff eine Geruchsempfindung in der Nase auslöst, wird Geruchsschwelle genannt. Da der Geruchssinn von Mensch zu Mensch verschieden ist, wird jede Probe von mindesten vier „Testriechern“ getestet. Diese werden zuvor mit Testsubstanzen auf ihr Riechvermögen hin überprüft und müssen ein „durchschnittlich entwickeltes Riechvermögen“ haben. Das Olfaktometer verdünnt die zu testenden Substanzen und die Testriecher riechen abwechselnd geruchsneutrale und geruchsbelastete Luft, wobei sie nicht wissen, welche Probe sie gerade riechen. Zu Beginn der Messung wird die Probe so stark verdünnt, dass der Testriecher keinen Unterschied „er-riechen“ kann. Dann wird die Verdünnung der Probe immer geringer, bis ein Geruch wahrgenommen werden kann. Diese Prozedur wird für jede Probe dreimal durchgeführt. Das Olfaktometer errechnet dann aus den insgesamt zwölf (3 x 4) Antworten bei welcher Verdünnung die Geruchsschwelle erreicht wird. Eingesetzt wird dieses Verfahren beispielsweise bei der Beurteilung der Geruchsbelastung von Mülldeponien oder Abluftanlagen.
Quelle: http://www.iswa.uni-stuttgart.de/sia/analytik/a_o.htm
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