Wann wird unsere Erde von einem Himmelskörper zerstört?

Schon heute ziehen große Himmelskörper ihre Bahn, die sie eines Tages mit der Erde kollidieren lassen wird. Doch wann wird solch ein Ereignis eintreten?
Wie wahrscheinlich ist es, dass die Menschheit davon betroffen wird?
Bisher hat noch niemand eine Antwort gefunden.
Ich habe eine Theorie! >>
Globale Auswirkungen durch Kleinplaneten- bzw. Meteoritentreffer sind dann zu befürchten, wenn das Objekt einen Durchmesser von mehr als 500 m besitzt. Die beim Aufschlag in die Erde freigesetzte Energie wird nicht nur eine verheerende Druckwelle freisetzen, sondern auch Erschütterungen der Erdkruste (Beben) und im (wahrscheinlichen) Falle eines Aufschlages im Meer eine gigantische Tsunami auslösen. Die aufgewirbelte Materialmenge würde der Erde einen etwa zehnjährigen ‚Impaktwinter’ bescheren, da der verdunkelte Himmel nur noch sehr wenig Sonnenlicht hindurchläßt. Die Durchschnittstemperaturen würden in Afrika um ca. 8° C, in den nördlichen Breiten sogar um 20° C sinken.

Zur Zeit sind ca. 1.100 Kleinplaneten mit Durchmessern von über 500 m bekannt, deren Umlaufbahn sie der Erde nahebringt. ‚Nahe’ heißt hier: bis auf etwa halbe Mondentfernung. Sie werden durch regelmäßige Beobachtungen verfolgt, um möglichst genaue Bahnrechnungen erstellen zu können. Dies ist bei diesen kleinen, lichtschwachen Objekten und der zunehmenden Aufhellung des Nachthimmels durch die Städte jedoch sehr schwierig. So sagen die Ergebnisse zwar allesamt stabile Umlaufbahnen voraus, doch die Prognostiken für die Wahrscheinlichkeit eines global gefährlichen Treffers sind sehr unscharf und eine sichere Vorhersage ist so gut wie unmöglich.

Ein Kleinplanet, dessen Kollisionswahrscheinlichkeit mit größer als 1 % angegeben wird, ist Apophis, dessen Durchmesser bei 270 m liegt und sich 2029 der Erde auf 30 000 km nähern wird. Jüngste genaue Messungen konnten jedoch einen Zusammenstoß mit Sicherheit ausschließen.

Derzeit werden verschiedene Lösungen diskutiert, wie man einen potentiell gefährlichen Himmelskörper (vorausgesetzt, daß Entdeckung, Bahnrechnung und Start der Rettungsmission rechtzeitig erfolgen) aus seiner Bahn wirft.

Ob und wann die Erde durch einen anderen Himmelskörper getroffen oder sogar zerstört wird, können die Astronomen glücklicherweise nicht voraus berechnen.
Dazu müsste man (mindestens) alle Objekte kennen, die sich im Anziehungsbereich der Sonne befinden und deren Bahnen müssten zudem genauestens bekannt sein. Davon sind die Astronomen aber wirklich meilenweit entfernt.
So kommt es immer wieder vor, dass von einzelnen Beobachtern neue Himmelskörper gefunden werden, die irgendwann einmal der Erde gefährlich werden könnten. Leider sind die Bahnen dieser Objekte aber in der Regel so ungenau vermessen - oder auch so instabil - dass man daraus keine verlässlichen "Treffpunkte" oder Daten ableiten kann. Und ein Zusammentreffen mit größeren, bekannten Objekten des Sonnensystems kommt in vorhersagbaren Zeiten ebenfalls nicht in Betracht. Wir sollten in der Tat also froh sein, dass wir den Weltuntergang NICHT vorherberechnen können - aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir als Menschen das sowieso schneller schaffen als andere Himmelskörper.