Warum ekeln wir uns vor Schimmel?

Arminius meint:
Um die Frage zu beantworten, sollte generell erst einmal geklärt werden, warum der Mensch sich überhaupt ekelt. Also was ist Ekel?

Äußerlich reagieren alle Menschen weltweit mit der gleichen Mimik wenn sie sich ekeln: Sie heben die Oberlippe, rümpfen die Nase und kneifen die Augen zu. Physiologisch kann es zu einem Würgereflex, zu Übelkeit, auch mit Brechreiz, im Extremfall sogar zur Ohnmacht kommen.

Auch wenn die Mimik der Menschen gleich ist, die Geschmäcker jedoch können sehr verschieden sein. Während wir uns vor fetten Raupen oder Schafsaugen ekeln, gilt diese Nahrung in asiatischen oder afrikanischen Ländern als Delikatesse. Vor extrem verdorbenen Nahrungsmitteln, Eiter, Kot und Urin ekeln sich jedoch alle Menschen – unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund.
Ekel ist ein Überlebensinstinkt, der uns davor bewahrt, krankmachende Nahrung zu uns zu nehmen. Die Fähigkeit sich zu ekeln ist angeboren. Aber wovor sich ein Mensch ekelt wird offenbar in der Kindheit erlernt. Die Kinder schauen sich von den Erwachsenen ab, was genießbar ist und was nicht.

Dies dürfte auch die gestellte Frage beantworten – vor Schimmel ekeln wir uns, weil schon unsere Eltern sich davor ekelten. Vom Edelschimmel auf manchen Käsesorten einmal abgesehen, in diesem Fall haben wir als Kinder gelernt, dass der sogar sehr gut schmecken kann.

http://www.br-online.de/wissen/forschung/ekel-ekelgefuehl-grausen-ID671198179807301238.xml
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/246512.html

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