Verdirbt Lesen bei schlechtem Licht wirklich die Augen?

Mit diesem Argument habe Generationen von Eltern versucht, ihre Kinder vom heimlichen Lesen unter der Bettdecke abzuhalten. Aber hat eine schlechte Beleuchtung beim Lesen wirklich Einfluss auf das Sehvermögen?
Schneckchen meint:

Stimmt wohl, sonst hätt ich jetzt keine Brille. Hab früher immer gern die dicken Schmöcker unter der Bettdecke gelesen, einfach nur ne Taschenlampe dazu. Wollte halt nicht von meinen Eltern dabei erwischt werden, die wollten ja das ich schlafe.

Peter D. meint:

Ist doch nur ne faule Ausrede für Schüler und Studenten. Die wollen abends nichts mehr machen und schieben das dann auf das schlechte Licht...

Gerhart Schnell meint:

Wenn das stimmen würde, hatten die Menschen in früheren Zeiten ja alle Augenschäden haben müssen. Bücher gibt's ja schon ein ganzes Weilchen, auch als das Licht noch schlechter war. Da musste man ja auch bei Kerzenschein oder mit ner Öllampe lesen.

Und die sind ja auch nicht alle blind geworden!

FoA-Team weiß dazu:

Hier muss man zwischen Erwachsenen und Kindern unterscheiden. Bei Erwachsenen stimmt diese alte Volksweisheit nicht. Aber bei Kindern, die noch im Wachstum begriffen sind, sieht es etwas anders aus.
Häufiges angestrengtes Sehen ist bei Kindern ein Wachstumsreiz – der normalerweise runde Augapfel kann dadurch etwas länglich werden, wodurch der Brennpunkt der Lichtstrahlen nicht mehr genau auf der Netzhaut landet, sondern etwas davor. Wenn dies eintritt, hat das Kind eine klassische Kurzsichtigkeit entwickelt.

 

http://www.augen.de/infos-fuer-patienten/fuer-sie-gelesen/schlechtes-licht/

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/sinne/sehen/index.jsp