Warum sind einige Orangen einer Palette oft in Papier eingewickelt?

Es ist dir bestimmt auch schon aufgefallen - es sei denn du kaufst deine Orangen nur in Discountern. Immer sind einige Orangen, manchmal auch Mandarinen oder Zitronen in - oft sehr hübsche - Papierchen eingewickelt. Nie aber die ganze Palette. Und welche kaufst du? Die Eingewickelten oder die "Nackten"? Richtig gehandelt? Gibt es einen Unterschied? Oder ist es nur Werbung? Oder hat es doch etwas mit Konservierung, Hygiene oder noch unbekannten Gründen zu tun? Nun,  über die Gründe läst sich vortrefflich spekulieren, jetzt ist es aber die Zeit der Aufklärung gekommen!
TAKI meint:
ES DIENT NUR AN DER WERBUNG. Angenommen zwei Paletten nebeneinander. eine mit und eine ohne eingepackte Orangen. die Palette mit den eingepackten sieht hochwertiger aus. Arbeite im Supermarkt ich hatte mich das schon früher gefragt!
Tobias meint:
Na ganz klar... die die eingewickelt sind haben husten oder so und damit sie wieder gesund werden haben sie ne Jacke an.
Fred meint:
Das dient nur der Werbung - es werden wahllos 1 bis n Orangen mit dem Firmenlogo eingewickelt - alle einzuwickeln wäre einfach zu teuer.
Chrigu meint:
Dient einzig und allein der Qualitätskontrolle: Der Vorarbeiter in der Verpackungsfabrik kontrolliert jede einzelne Kiste auf deren Füllung und Qualität. Damit er bei den vielen Kisten zum Schluss noch weiß, welche er schon kontrolliert hat, legt er in die schon kontrollierten Kisten jeweils eine einzelne, verpackte Frucht rein.
Andi meint:
Das ist jeweils die traditionalistisch-religiöse Orange in der Kiste, die geniert sich, von den Kunden nackt gesehen zu werden.
Fussel meint:
Weil das bestimmt die Verpackungsmaschine als optischen Orientierungspunkt benötigt.
Anonymous meint:
Weil die eingepackten Orangen sich schämen so nackt in einer Kiste zu liegen!
Tobi meint:
Weil man auf Orangen oder Clementinen schlecht was draufdrucken kann. :)
Daniela meint:
Weil in unserer pluralistischen Gesellschaft jedem das Recht auf Entwicklung garantiert wird.
Jessi meint:
Das ist so aus Dekorations- und Werbezwecken.
Lilla meint:
Also ich schätze mal, weil durch das die Orangen nicht so kaputt gehen, wird sozusagen durch das Papier Widerstandsfähiger. Aber so genau weiß ich das nicht.
TIVI meint:
Dies hat hygienische absichten. da alte Omas dazu neigen, alles, was im Regal liegt, mit ihren Batsche-Händchen anzufassen, um zu sehen, ob dass auch wirklich Orangen sind (so wies auf dem Preisschild steht) und man nicht davon ausgehen kann, dass sich jeder dreimal am Tag die Hände desinfiziert, packt man die Orangen etc. in süße kleine Verpackungen, und somit bleiben die Orangen einigermaßen sauber. toller Nebeneffekt: die Orangen frieren im Winter nicht so dolle... ?-)
Anonymous meint:
Das liegt daran, dass dieses Papier mit Konservierungsstoffen getränkt ist. Diese Konservierungs"blätter" versorgen das gesamte Obst der Kiste.
Julchen meint:
Damit Fäulniserreger oder Pilze sich schwerer verbreiten können. Die Dinger sind in Papier eingewickelt, damit die Leute was zum sammeln haben. *grins* Man soll's nicht glauben aber ich kenn jemand der diese Papierchen (meist mit Werbeaufdruck) sammelt.
Merlin2001 meint:
Die Orangenpflücker leiden an starkem Schnupfen (weiß man doch!). Da hat sich einer mal en Spaß erlaubt und in sein voll gesudeltes Tempo eine Orange verpackt und das kam dann bei den Käufern so gut an, dass sie das jetzt immer machen.
Bine meint:
Der Prozentsatz der eingewickelten Orangen entspricht exakt dem der nicht der norm entsprechenden Orangen. und weil diese armen Dinger nicht einfach weggeworfen werden können, werden sie in hübsches Papier eingewickelt und so scheinbar noch viel wertvoller als die makellosen.....
Uatu meint:
Weil dieses den Anschein von Frische vorgaukeln soll. Dem potentiellen Käufer wird suggestiert, dass die Orangen frisch vom Baum gepflückt wurden.
Orangenpapiermusem weiß dazu:
Auf der Webseite des Orangenpapiermuseums (die sollten sich jawohl damit auskennen!) lässt sich folgendes lesen: "Orangenpapierchen sind Kulturzeugnisse. Sie sind Plakate im Kleinformat. Auf begrenztem Raum wirbt der Versender für sein Unternehmen und für sein Erzeugnis. "Sieh her, wie schön ich bin, wie wertvoll! Kauf mich!" ruft uns die Orange zu in ihrem Festgewand. Orangen müssen am Baum reifen. Im gleichen Moment, in dem die Apfelsine gepflückt wird, hört ihr Reifeprozess auf. (...) Vollreif gepflückt, schnell und schonend transportiert, - so muss die Apfelsine bei uns Verbrauchern auf den Tisch! (...) Im Jahre 1878 zum Patent angemeldet, spielten Orangenpapierchen zum Schutz der Früchte vor Stößen und Feuchtigkeit beim Transport und vor gegenseitiger Ansteckung mit Fäulnis von Anfang an eine wichtige Rolle. Dies war zunächst ihr einziger Sinn und Zweck, bevor sie dann allerdings sehr bald als Träger für "Reklame" entdeckt wurden. Flugzeuge, Lkws, Schnellbahnen und ein vielfach mechanisierter Umschlag ermöglichen heute einen unvergleichlich viel schnelleren und schonenderen Transport. Kühleinrichtungen aller Art und natürlich die chemische Behandlung ihrer Oberfläche bremsen die Fäulnis der Orangen. Die Funktion "Schutz" ist deshalb heute mehr oder weniger entfallen. Orangenpapierchen aber sind geblieben. Sie haben sich gemausert zu einem Medium der Verbraucherwerbung und der Selbstdarstellung der Erzeuger und Händler. Teilweise haben sie Markencharakter angenommen." (zitiert von http://www.opium.business.t-online.de)