Warum verwickelt sich das Spiralkabel vom Telefon?

Hast du noch ein Telefon mit Kabel?! Wie altmodisch! Aber dafür kannst du im Gegensatz zu allen "Mobilen" mit Sicherheit ein beachtenswertes Alltagsphänomen beobachten! Oder ist dein Telefonkabel etwa nicht verwickelt, aufgezwirbelt und verdreht...? "Was ist es, das Kabel unweigerlich dazu treibt, sich hoffnungslos zu verheddern? Man legt den Hörer auf und alles ist wohlgeordnet - beim nächsten Mal Telefonieren findet man jedoch wieder einen Kabelklumpen vor. Telefoniert da jemand heimlich in der Zwischenzeit und macht sich einen Spaß daraus, nebenher einen gordischen Knoten zu fabrizieren? Oder liegt die Ursache der Knäuelbildung im Kabel selbst?" (zitiert von http://derstandard.at/?url=/?id=1121437%26sap=1)
Immo meint:
Es ist ein, seit der Erfindung des Telefons best gehütetes Geheimnis. Aber als ehemaliger Geheimnisträger der Deutschen Post ( Gesetz des Post- und Fernmeldegeheimnisses!!! )erfahrt Ihr es jetzt von mir: Beim Zuhöhren von diversen Gesprächen dreht sich bei mir manchmal der Magen um. Da das Telefon keinen Magen hat, dreht sich halt die Hörerschnur um. Also, hört auf immer solche Widerlichkeiten von Euch zu geben, dann hat auch die arme Schnur ihre Ruhe.
J.D. meint:
Durch den Strom im Kabel wird ein Magnetfeld induziert. Bzw. durch das Material das "verbogen/defomiert wird" ist es wie mit Gummi, es will sich wieder ausdehnen. Und entbreitet sich, wodurch an anderen stellen es sich kräuselt/kringelt
Johannes meint:
Wenn man den Hörer abnimmt, führt der erste Weg zu einem der beiden Ohren. Während eines Gespräches kann es vorkommen, dass man den Hörer von einem Ohr zum anderen wechselt. Dabei fürt man eine halbe Umdehung des Hörers durch. Beim Anschließenden Auflegen wird der Hörer einfach - ohne weitere Drehung aufgelegt. Nach öfteren Wiederholungen des obig geschilderten Vorganges kann man dann schon einige Verdrehungen beobachten.
Mara meint:
Nimm mal an, das Telefon läutet, du hebst MIT DER LINKEN Hand ab, da das Tel Links am Schreibtisch steht, und du hältst es ans RECHTE Ohr - du machst eine Drehung! - danach nimmst du den Hörer WÄHREND des Gesprächs in die RECHTE Hand, und legst mit der RECHTEN Hand auf! +et voila+! einmal 360° rundherum! Pass nächstes mal genau auf, oder besser noch, NIMM NE VIDEOCAM! Dann fahr Zeitlupe! Hoffe, damit geholfen zu haben!
gigamike meint:
Pass nächstes mal genau auf, oder besser noch, NIMM NE VIDEOCAM! Dann fahr Zeitlupe! Hoffe, damit geholfen zu haben! Mara ok, das hab ich mir schon fast gedacht. Das Problem müsste sich aber durch die gleiche Anzahl von rechts- und Linkshändern in einem Haushalt sein *g* (gut, sie müssen auch die gleichen telefonier Angewohnheiten haben...)
Ganove meint:
Keine Ahnung, weil's verdreht ist. Abhilfe Schafft da, wenn du den Hörer ggf. übernacht von der Tischkante hängen lässt. Hat zumindest bei mir schon oft geholfen.
Benny meint:
Spiralförmige Telefonkabel "wickeln" sich nur dann auf, wenn der Hörer verdreht wird. Dies geschieht meistens unbewusst. Eine Körperdrehung - den Hörer von links nach rechts wechseln - Hörer auf dem Tisch ablegen und und wieder aufnehmen, eine halbe Drehung reicht schon! Wenn man allerdings am Kabel zieht und es streckt, dann dreht sich das Spiralkabel um die Länge auszugleichen. Legt man den Hörer wieder auf, dauert es ein wenig bis das Kabel wieder die ursprüngliche spannungsfreie Länge erreicht hat. Alte "ausgenudelte" Kabel gehen nicht wieder ganz zurück. Diese KÖNNEN vertüddeln - MÜSSEN aber nicht.
christine meint:
Das is wegen den Magnet wellen die durch die niedrige Spannung entsteht und der Elektronik im innern des Hörers.. Ant!
Lauri meint:
Tritt nur bei Telefonen auf, die von Frauen benutzt werden. Auch das Kupfer in der Leitung hat eine Seele. soso Ich habe mal in einer Fernsehsendung dazu was gesehen: Experten haben herausgefunden, dass jeder beim Telefonieren den Hörer während dem Telefonat inkl. Schnur um ca. eine Drittel Drehung in sich verdreht. Daher das Schlamassel!
Kristin meint:
Die Telefonschnur wird in Form einer Helix (Wendel) hergestellt, und trotz der verdrehten Struktur ist sie in sich stabil. Wenn der Telefonierende aber den Hörer entgegengesetzter Richtung der Helix bewegt, wird zwangsläufig der eingebaute Dreher vermindert. Die so aufgedrehte Schnur wird auf Grund der strukturellen Spannung nämlich nicht gerade, sondern verdreht sich in die andere Richtung. An dem Punkt, wo sich die gegensätzlichen Wendelungen treffen, ensteht die geheimnisvolle Verknotung. Wer den Hörer in Richtung der Originalhelix zurückdreht, bekommt wieder eine makellose Schnur. Ein englischer Wissenschaftler stellte fest, dass sich bei jedem Abheben und jedem Auflegen ein halber Dreher einschleicht.
Tangiert anal peripher meint:
Das hat mit dem Umgang des Hörers zu tun, der nicht selten während des Gesprächs unbewußt verdreht wird. Irgendwann hat man so viele Umdrehungen im Kabel zurückgelassen, daß selbst das Spiralkabel den Humor verliert. Ich lasse den Hörer dann locker herabbaumeln, das Kabel entwirrt zum zum größten Teil dann von selbst.
Tommy meint:
Die Geschichte mit dem Spiralkabel und dem Telefon hängt damit zusammen, das wenn wir längere Gespräche führen, wir unbewusst die anliegende Seite des Telefonhörers wechseln. Also von der einen auf die andere Seite. Dadurch kann es vorkommen das dass Kabel trotz alle dem irgendwann um das Telefon gewickelt hat. 2. Theorie: Die unterschiedliche Luftausdehnung und Wärmeentwicklung führt zwangsweise zu einer molekularen Veränderung des Telefonkabels und lässt die Isolierung des Kabels in verschiedenen Richtungen Kräfte wirken. Entsteht nun ein rascher Abfall der natürlichen Luftausdehnung sowie der daraus resultierenden Wärmeentwicklung, bleibt dieses Gummi (Die Isolierung) fest in den Zustand verankert - bis zum nächsten mal.
Sibylle meint:
Warum wickelt sich bei einigen Telefonen ständig das Spiralkabel auf, obwohl man den Hörer gerade aufnimmt und auch wieder auflegt? hab ich auch eine Antwort, nämlich ist das so, dass man den Hörer z.B. mit der rechten Hand hochhebt, dann unterm telefonieren in die linke Hand wechselt und dann mit der linken Hand wieder auflegt, dadurch wird das Kabel eingedreht und verwurschtelt sich! Ja ja so ist das eben!
Keaton meint:
Der Telefonhörer wird gerade aufgenommen und gerade wieder abgelegt. Wirklich? Was dazwischen geschieht, ist das Interessante. Das Wechseln der Hände und Ohren verursacht den Kabelsalat. Wenn man den Hörer mit der rechten Hand abhebt, zwischenzeitlich den Hörer in die linke Hand nimmt und dann wieder mit der rechten Hand auflegt, hat der Hörer sich bei den meisten Leuten unbemerkt um 360° (also eine Runde rum) gedreht. Bei einem langen entspannten Gespräch, wechselt man das Ohr öfter als beim kurzen Telefonat. Das summiert sich mit der Zeit zu einem ordentlichen Knoten. Den wird man wieder los, wenn man ihn am Kabel nach unten hängen und austrudeln lässt. Vermeiden läßt er sich mit einem kleinen Zwischenstück (Verdrillschutz), das zwischen Hörer und Telefon gesteckt wird. Sowas kostet etwa 5 Euro und ist in jedem gut sortierten Elektronikladen/-versand bestellbar. Durch den Verdrillschutz kann sich das Kabel frei drehen und verknotet nicht mehr.
FoA - Team weiß dazu:
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