Warum ist OP-Kleidung meistens grün (oder blaugrün)?

Die Götter in weiß... wer kennt diesen Begriff nicht?! Wahre Wunder vollbringen die Götter allerdings eigentlich gar nicht in weiß (das tragen sie im Krankenhaus nur bei der Visite!), sondern in grün oder blaugrün - nämlich während einer Operation! Da man aber ja meistens im Koma liegt, wenn es soweit ist, bekommt man sie natürlich bei der eigenen OP nicht in grün zu sehen. Es bleibt aber doch die Frage, wozu die Götter zwei Garderoben brauchen und nicht einfach nur weiß tragen?

Steve meint:
Damit Blutflecken nicht rot, sondern schwarz aufscheinen.
Ines meint:
weil grün die Farbe der Hoffnung ist. hoffentlich wird / geht alles gut....
Hans Dampf meint:
In der Regel müsste sie eigentlich rot sein ?- grün ist sie, weil es beruhigt und man sonst geblendet würde!
Schlepp meint:
Wer es och nicht richtig! Vielleicht geht da das Blut besser raus und schön billig sind die bestimmt och noch! bye
Christian meint:
in der Regel gibt es in OPs kein Sonnenlicht. Da die grellen OP-Lampen jedoch auf weißer OP-Kleidung zu stark reflektieren und den Operateur blenden könnte, hat man sich auf absorbierendes grün geeinigt. Übrigens waren früher, als es noch keine Elektrizität gab, OP-Kleidungen orange!
Hermann meint:
Grün beruhigt
Anja meint:
Damit sich die Patienten schon einmal an die Farbe gewöhnen, wenn sie ins Gras beißen!
Pepe meint:
Ich nehme an, da es sich bei "Grün" um eine beruhigend, fröhlichmachende Farbe handelt, die auch den Effekt hat, Blut zum stumpferen Farbeindruck "rostfarben" abwandeln. Außerdem ist "Grün" sehr "Waschbeständig" und das scheint ein wichtiger "Aspekt", wenn nicht der wichtigste überhaupt zu sein.
Sandra meint:
Na is doch ganz klar damit es nicht auffällt, wenn sie plötzlich grün im Gesicht werden!!!!
Mike meint:
Vielleicht behandeln Sie ja ab und zu nen Vulkanier. Dann würde man die Blutflecken nicht sehen, die eine Operation nun mal hinterlässt. Jetzt wissen wir's, es gibt Aliens unter uns!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gaby meint:
das hat irgendwas mit den Viren und Bakterien zu tun! die lieben kein grün!
Mechi meint:
Weil die Farbe grün beruhigend es ein "natürlicher" Farbton ist, und außerdem, was viel wichtiger ist; Wenn sie blau weiß gestreift tragen würden, könnte das den Patienten leicht irritieren!
Uli meint:
1.weil die Blutspritzer auf grüner Kleidung braun aussehen. Somit erschrecken die Patienten nicht so 2. wirkt grün beruhigend auf die Seele
Lothar Hesse meint:
Damit man sich an die Farbe gewöhnt wenn man ins Gras beist.
Daniel schmiddi meint:
Blau wirkt immer wieder sehr beruhigend und grün ist die Farbe der Hoffnung. So kann sich der Patient sicher sein, dass doch noch Hoffnung zum Überleben besteht, wenn der Patient auf dem OP Tisch liegt und der Chirurg hoffentlich nur klassische Musik und nicht Techno oder Hip-Hop hört, während er an einem rumschnippelt.
Klinikums der Universität zu Köln weiß dazu:
Schnell und freundlich antwortet eine Mitarbeiterin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums der Universität zu Köln: "Es gibt eine mögliche Erklärung warum OP Kleidung grün ist. Grün ist eine sehr beruhigende Farbe. In unserem Hause jedoch ist die OP-Kleidung nicht immer grün (grün ist auch nur die OP-Schutzkleidung). Die Kleidung des Krankenpflegepersonals und auch der Ärzte in den einzelnen Bereichen ist grün, weiß und blau. Dies ist eine Frage der Logistik. Je nach Bereich muss die Kleidung nach dem Tragen besonders behandelt bzw. gereinigt werden. Um dies in der Fülle der verschmutzten Kleidungsstücke zu gewährleisten wurde farblich unterschieden. Sie sehen, eine Frage der Logistik.
Bei der Süddeutsche Zeitung, die sich ebenfalls mit derartigen Fragen beschäftigt, kommt ein Experte zu Wort: "Das hat einen ganz praktischen Grund: Im OP ist durch die OP-Lampe sehr helles, grelles Licht. Wäre jetzt auch noch die Wäsche weiß, wäre der Arzt während der Operation zu stark geblendet bzw. seine Augen würden zu sehr angestrengt. In den normalen Krankenzimmern muss die Bettwäsche weiß oder zumindest hell sein, damit man Flecken leichter erkennen kann." (Zitiert von http://sz-magazin.sueddeutsche.de Autor Petra Reitz, Pflegedienstleiterin Diakonie München-Maxvorstadt)

In der Ärztezeitung findet sich eine Schlagzeile, die beweißt, dass es offensichtlich durchaus Ausnahmen gibt:


Ärzte Zeitung, 20.02.2002

Herzchirurgen tauschten ihre Op-Kittel gegen Fußball-Trikots

LEIPZIG (dür). Zum Auftakt der 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie in Leipzig tauschten Herzchirurgen die OP-Kleidung mit dem Fußballtrikot. (...)

(zitiert von http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/02/20/033a0403.asp)


Wer will kann es ja auch einfach mal selbst ausprobieren und sich einfach eine schicken OP-Kittel bestellen :