Wo genau liegt eigentlich der Hund begraben?

Ja, ja der Hund, des Menschen liebster Geselle... und dennoch wird er nur allzu gern verbal begraben, denn bekanntermaßen "liegt der Hund ja dort begraben", wo man den Kern des Problems ("des Pudels Kern") ausgemacht hat oder zumindest vermutet. Wird also gehofft das der Hund postmortal zur Lösung eines Problems beiträgt... trägt demnach etwa eine Exhumierung des kleinen Kläffers zur Aufhellung der Problemlage bei... kann man möglicherweise in seinen Knochen lesen wie in Tarrot-Karten... und selbst wenn, so muss man doch zunächst einmal wissen wo der Hund begraben ist...

A.L.F. meint:
Nun... wo also finden Hunde ihre letzte Ruhe? Wenn man mal von den im Garten verscharrten Hunden absieht bleiben folgende Möglichkeiten: 1) Sie finden ihre Letzte Ruhe landen als Hundekuchen 150 g Quark, 6 EL Milch,6 EL Sonnenblumenöl, 1 Eigelb und 200 g gemahlenen Hundeflocken gut vermischen und kleine Kugeln formen. Auf einem Backblech ca. 30 Minuten bei 200 °C schön kross backen. Als Geschmacksvariante kann man noch Käse, Leberwurst, Honig, Speck, Schinken (vom Hund?) etc. dazugeben. Gourmet-Hauptspeise in Asien, als Leckerli im Kuchen oder aber sie werden einbalsamiert zwischen einem Milchbrötchen, Gürkchen und Zwiebeln... So viel Luxus sollte einem der kleine Wau-Wau schon wert sein, dann findet man ihn auch wieder, wenn man mal wieder Wissen will, wo der Hund begraben ist... 2) Sie landen auf einem der zahlreichen Hundefriedhöfe, bei denen man schon mit einer "Liegegebühr" (Sehr nett ausgedrückt!) von 85 € dabei ist. Allerdings: Zusätzliche Leistungen (Abholung der Tiere) und Wünsche werden nach Absprache gesondert berechnet. Grabpflegearbeiten können übernommen werden. (Zitat: http://www.kleintierfriedhof-ms.de/gebuehrenordnung.htm) 3) Selbst einen virtuellen Friedhof gibt es bereits, der natürlich den Vorteil hat, das man das - natürlich ebenfalls virtuelle - Grab jederzeit und von überall besuchen kann, was bei dringenden Problemen hilfreich sein kann: http://www.hundehimmel.de.ki/ Die Redewendung lässt sich wohl - so wie "auf den Hund gekommen" oder "unterm Hund" - auf die mittelalterliche Gewohnheit, den Boden von Schtztruhen mit Hundebildern zu versehen, zurückführen. Da meist ein Geheimfach (=doppelter Boden) darunter zu finden war, welches Reservegeld oder besonders wichtige Dinge enthielt, musste die Truhe bereits leer sein, um an die Reserve zu kommen. Der Hund - und damit das Versteck - war aber bei voller Truhe unter dem Geld "begraben".
Anonymous meint:
Bei Winterstein an der Emse im schönen Thüringer Wald kann sich der Fremde das "Stuczel"-Denkmal zeigen lassen.Stuczel war jahrelang Postillion d'Amour zwischen der schönen Hilarie von Wangenheim auf Schloss Winterstein und dem wackeren Ritter Kurt von Wenckheim in Gothas Diensten auf Burg Friedenstein. Als beide dann glücklich vermählt waren, erledigte Stuczel mit einem Körbchen die täglichen Einkäufe. Er starb heute vor 352 Jahren, die Grabinschrift lautet: "Ano 1650 Jar, der 19. Marci war, ward ein Hund hieher begrawen, das in nicht fressen die Rawen. War sein Name Stuczel genannt, Fürstenund Hern wohl bekannt. Geschach ub seiner grosse Treuligkeit, die er seine Hern und Frauen beweist." Ja, hier liegt der Hund begraben!
rudih02 meint:
Also der Hund liegt in Winterstein bei Gotha/Thüringen begraben. Ist auch ein Grabstein/Gedenktafel vorhanden.
FoA - Team weiß dazu:
...Zunächst sollte vielleicht einmal geklärt werden, warum man überhaupt diese seltsame Redewendung verwendet, denn darin liegt wohl der Hund begraben... Nach zahlreichen wissenschaftlichen Studien meinerseits konnte ich folgende zwei sich diametral (welch schönes Wort) gegenüberstehende Erkenntnisse zusammentragen: 1) Die Redewendung ergibt sich aus der veralteten Geringschätzung der Hunde (heute sieht das ja ganz anders aus!). Wo ein Hund begraben liegt (und dies ist ja in der Regel überhaupt nicht erkennbar), kommt Anteilnahme selten auf. Sprich, um die "Sache" kümmert sich keiner bzw. man findet sie erst gar nicht. 2) Die Redewendung hat gar nichts mit dem Haustier zu tun, sondern kommt vielmehr vom mittelhochdeutschen "Hunde", das Beute, Raub, Schatz bedeutet, also somit : Da also liegt der Schatz begraben. ...Such Dir einfach die schönere Erklärung aus.. wir sollten uns jetzt dem wichtigeren Problem zuwenden, wo eigentlich der Hund begraben ist...

Wem diese Fülle an Informationen immer noch nicht genügt, der kann sich ein wenig Fachliteratur zu Hand nehmen und dort weiterlesen...

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