Warum heißen die Nachwirkungen von exzessiven Alkoholgenuss eigentlich "Kater"?

Woran denkst Du, wenn Dir jemand sagt er hätte einen Kater?

Na ja, das hängt wahrscheinlich von mehreren Faktoren ab:

1) Hat der besagte jemand eine Katze bzw. einen Kater als Haustier, wirst Du ihn entweder staunend anschauen, weil er die ja nichts wirklich neues damit erzählt (vorausgesetzt Du wusstest davon) und dann einen Mörderbrüller loslassen - so in der Art - "Was ich dachte immer deine Katze wär´n Weibchen?! HAHAHA!" oder aber messerscharf kombinieren, er hätte gestern das eine oder andere alkoholhaltige Getränk über den Durst getrunken

oder aber 

2) Der jenige hat keine Katze, bzw. Du weißt nichts davon, dann kannst Du besteht entweder wieder die Möglichkeit einen Mörderscherz zu landen - "Was... seit wann das denn?" oder aber Du schlussfolgerst sofort... "Der hat gestern gesoffen!"

dritte und letzte Möglichkeit

3) Die Person die Dir sagt, sie hätte einen Kater ist dafür bekannt, dem Alkohol nicht abgeneigt zu sein - sprich öfter und gern zu tief ins Glas zu schauen, dann ist es völlig Wurst ob er eine Katze hat oder nicht, ob Du davon weißt oder nicht... Du ahnst es sofort... hier wird von exzessiven Alkoholkonsum gesprochen (weshalb Du natürlich trotzdem einen Mörderwitz draus machen kannst!)

Eva meint:
'Kater'...ja, gut, die Ableitung von Katarrh ist einleuchtend, aber im finnischen heißt das 'krapula' und leitet sich vom wort '(k)rapu' = Krabbe, krebs ab. und was soll uns das jetzt wieder sagen?
Anonymous meint:
Die Bezeichnung "Kater" lässt sich auf ein Bier zurückführen, das im Mittelalter in Stade bei Wittenberg gebraut wurde und eben jenen Namen trug. Es galt als schlecht und dünn (In Pommern nannte man schlechtes Bier "Katerjüche"). Und da schlechter Alkohol bekanntlich in größeren Maßen das Wohlbefinden am nächsten Morgen beeinträchtigt, als edle Tropfen, hatte man eben zuviel vom Kater. (Quelle: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Leipzig 1873)
Renate meint:
Das mit dem Wasser trinken stimmt aber wirklich ! Weil der Alkohol entzieht dem Körper Wasser und darum soll man ja auch z.b. zu einem 1/4 l Glas Wein auch ein 1/4 l Glas Wasser trinken. (Getrennt und Leitungswasser.) Mit dieser Methode kann man einen Kater vermeiden ! (Wahrscheinlich aber auch auf Grund der Tatsache , dass man dadurch nicht so viel Alkohol trinken kann.)
nt0mjjrr001 meint:
Katarrh: "Schleimhautentzündung" [...] Eine volkstümliche, in Leipziger Mundart erfolgte Eindeutschung des Wortes Katarrh vermutet man in Kater "Katzenjammer", das im 19.Jh. begegnet und durch die Studentensprache populär wurde. Allerdings ist das Wort dann zumindest volksetymologisch an Kater "männliche Katze" angeschlossen worden, wie überhaupt der alkoholische Rausch mit seinen Nebenwirkungen gern scherzhaft mit Tiernamen bezeichnet wird (vgl. z.B. Affe).
birgit meint:
Mit dem Kater nach durchzechter Nacht ist das so ähnlich wie mit dem Sex: "Beim ersten Mal tut's noch weh - beim zweiten Mal nicht mehr so sehr...."! Also alles eine Sache des Trainings. Wer demnach irgendwann nachts oder morgens so zwischen 4 und 6 Uhr aufgrund des Alkoholkonsums in eine barmherzige Ohnmacht fällt sollte sich am anderen Morgen kurz nach dem Aufwachen und der ersten Zigarette möglichst schnell mit einem Schlückchen Absint oder ähnlichem behelfen, um den Pegel der letzten Nacht innerhalb einer Stunde wieder zu erreichen. Einen Kater gibt's nur dann, wenn man irgendwann wieder nüchtern wird, und das sollte man dann einfach umgehen.
andrea meint:
Katzenaugen. morgens ist die Welt grell. klar, denn die Augen sind noch auf Dunkelheit gestellt. Katzenmusik. alles ist zu laut und zu schrill. Der Kater auf der Schulter balz immer noch um die rollige Mieze von gestern Katzenjammer. Der einzige ton der noch raus kommt klingt wie maooh und meint "der letzte Vodka war abgelaufen"
CemeterySoul meint:
Ganz klar... weil man Kopfweh hat als hätte einer einem stundenlang den kopf gekrault...
Schöppi meint:
Inder Nacht des Alkoholgenusses sind alle Katzen grau. Also muss man doch danach einen Kater bekommen.
stefan meint:
Das liegt bestimmt daran, dass man am morgen danach so einen todesmuertosmäßigen Pelz auf der Zunge hat, der sich anfühlt und schmeckt wie der Allerwertestete von einem kanarischen Straßenkater.
FoA - Team weiß dazu:
Kater in dieser und anderer übertragenen Bedeutung soll die Eindeutschung des ursprünglich griechischen Wortes 'Katarrh' sein.
W-Akten weiß dazu:
Wer einen Kater hat, spürt die Folgen eines starken Rausches. Der "Kater" ist hier die Verkürzung von "Katzenjammer", was eigentlich "Kotzenjammer" hieß und die Nachwirkung durchzechter Nächte besser charakterisierte.
...Zustand trauriger Verstimmung mit Selbstvorwürfen und Selbstentwertungsabsichten nach Alkoholgenuss", konstatiert streng die Gesundheitsfibel. Doch ganz so bierernst brummt der Kater meist nicht. Denn in die Reue mischt sich auch rechtschaffener Stolz: Den haben wir uns verdient! Briten verspüren den Hangover oder das Morning-after-Feeling, bei den Norwegern hämmern "Zimmerleute im Kopf", die Schwaben haben "Haarweh". (...) Als im neunzehnten Jahrhundert in der Leipziger Studentensprache der Katzenjammer mit dem "moralischen Katarrh" verschmolz, kam der "Kater" auf den festen Begriff. Sein Revier ist das Feuchtbiotop der Kneipen und Feste. (...) (...) Mag der Trinker auch die Schuld dem Trunk zuschieben - das letzte Pils muss schlecht gewesen sein -, der Kater ist schlicht und einfach die Quittung für einen willentlich herbeigeführten Anschlag auf das eigene Zentralnervensystem. Geführt wird er mit relativ ehrlichen Giften wie Bier, Wein oder Korn, aber auch mit tückischen Tatwaffen wie süßem Schnaps und klebrigem Schaumwein, schillernden Longdrinks und duftendem Punsch.(zitiert aus "Das Sonntagsblatt" Nr.7 / 1995; Autor: Wolfgang Krischke)
Perfectdrinks.de weiß dazu:
übrigens... ein Kater entsteht, ... "wenn nicht genügend Aldehyddehydrogenase produziert werden konnte, um schädliche Zwischenprodukte abzubauen. (Und ich dachte immer das ist so wie bei den Bienchen, haha!) Am Rande erwähnt: beinahe jeder zweite Japaner hat einen Gendefekt, der die Bildung der Aldehyddehydrogenase verhindert, und verträgt deshalb keinen Alkohol. Wenn im Alkohol Methanol oder andere Fuselalkohole enthalten waren, führt das zu noch giftigeren Zwischenprodukten (im Falle von Methanol zu Formaldehyd!) und sorgt für entsprechende Vergiftungserscheinungen." (gelesen bei perfectdrinks.de)

Am besten ist es ja wohl, erst gar keinen Kater zu bekommen.

Dem Ursache-Wirkungsprinzip folgend, kann man dabei an zweierlei Stellen ansetzen. An der Ursache und an der Wirkung. Die Ursache ist schnell abgehackt: Es ist der Alkohol, der mal galant verpackt und kaum geschmeckt als Cocktail oder aber auch weniger aufregend und dafür in nicht selten enormen Mengen als Bier, Wein oder anders gearteten Feiglingen, Sauren, Likörchen, Schnäpschen und was weiß ich noch alles  in den Körper gelangt und dort allerhand Unwesen treibt und ab einer gewissen individuell unterschiedlichen Menge zwangsläufig einen mehr oder minder starken Kater hervorbringt.

Abgesehen vom "Nichttrinken" und der gänzlich unkreativen medikamentösen Betäubung der Kopfschmerzen durch Kopfschmerztabletten, sowie den üblichen lustigen und immer wieder gern gehörten (und beliebig modifizierbaren) Ratschlägen "Bier auf Wein, das lass sein - Wein auf Bier das rat ich dir! (Aber Bier auf Wein schmeckt auch fein!)" lassen sich aber  zur Ursachenbekämpfung - insbesondere in den zahlreichen Apothekerblättchen - aber auch durchaus kreative Tipps lesen, wie etwa die folgenden (gefunden bei www.barmer.de)


"Eine gute Grundlage schaffen - ran an die Buletten, ordentlich Kartoffelsalat oder zumindest eine dicke Stulle vorher essen. Aber aufpassen: Auch wenn du viel isst - die Alkoholmenge bleibt die gleiche, sie geht nur weniger schnell ins Blut."

...na was für ein Supertipp!!! Eine Ergänzung wäre allerdings wünschenswert gewesen: Im Gegensatz zur Alkoholmenge bleibt die Menge des Mageninhaltes nicht gleich und eine Portion Kartoffelsalat macht sich - meiner eigenen Einschätzung nach - unter Umständen mit steigenden Alkoholpegel gern unangenehm bemerkbar, bis hin zum plötzlichen WIederhervorkommen des Salates...

"Schon während des Abends viel Wasser trinken. Alkohol führt zu einer verstärkten Ausscheidung und damit gehen Mineralstoffe wie Magnesium und Zink verloren."

...bitte was? Auch noch Wasser dabei trinken, dabei hat man doch spätestens nach dem fünften Bier ehe schon den MEGA-Wasserbauch, also das scheint mir doch etwas wirklichkeitsfremd zu sein...

"Alkohol und Medikamente sind eine ganz schlecht Kombination - die meisten Arzneimittel verstärken die Wirkung von Alkohol."

...jaja, auf die Reihenfolge kommt es an... die Kopfschmerztabletten soll man ja auch erst nachher nehmen, wenn der Kater schon da ist...

"Auf versteckten Alkohol achten: So manches Essen, wie einige Pralinen oder Soßen, hat mehr in sich als man vermutet."

...ooooh! Ja, wer kennt das nicht, da hat man mal eben so zum Kaffee 8-12 Tafeln Rittersport-Rum gegessen, oder wieder mal beim Mittagessen mit der Familie die 8-Liter-Soßenterine ganz alleine ausgetrunken und am morgen danach wusste man gar nicht warum man solche Kopfschmerzen hatte...

"Nahrungsmittel wie Kohl und Sauerkraut sollen die Alkoholaufnahme im Blut reduzieren"

...ja, die Alkoholaufnahme vielleicht...

Wer seinen Alkoholpegel durch ständige Kontrolle im "Nicht-Kater-erzeugenden" Rahmen halten will, der kann sich ja entweder bei www.promillerechner.de ein unglaubliches Ding bestellen, mit dem man seinen Promillegehalt ausrechnen kann oder ihn hier gleich online ausrechnen.