Wieso gehen Frauen immer zusammen aufs Klo?

Zur Einleitung scheinen die Worte von Jan Schneider vom Pädagogium Godesberg geradezu prädestiniert, weshalb wir dankend abgeben:

"Eine Frage, die sich erfolgreich allen Lösungsversuchen zur Wehr gesetzt hat! Doch das muss nicht länger so bleiben... Mann denkt nach... Frauen. Mir als Mann fallen bei dieser Assoziation gleich eine Menge nie geklärter Fragen ein. Doch eine, aus dem ganzen Mysterium Frau geradezu zwingend herausstechende Frage beschäftigt mich nun seit einer langen, langen Zeit. Es geht um die Tatsache, dass Frauen schon im jungen Alter scheinbar von einer geheimnisvollen Kraft gezwungen werden, nie alleine sondern immer zu zweit die Toilette aufzusuchen. Mag des Rätsels Lösung noch so einfach sein, ich bin nie zu einer Antwort gelangt. Nur wilde Spekulationen entfleuchten meiner Phantasie.

Handelt es sich bei dem Phänomen vielleicht um einen Instinkt, ein angeborenes, nicht steuerbares Zwangsverhalten, bei Harndrang eine Freundin zu fragen, ob sie nicht auch müsse? Könnte sein. Ein Instinkt bildet sich über Tausende bis Millionen von Jahren hinweg durch die Natur. Vielleicht haben die Steinzeitmenschen beim Austreten immer einen Begleiter gebraucht, um sich in dieser wehrlosen Situation vor Zähne fletschenden Mammuts zu schützen. Dann hätte sich dieses Verhaltensmuster aber auch beim Mann gebildet, was die Instinkt-Theorie unwahrscheinlich werden lässt.

Möglicherweise handelt es sich um ein genetisch bedingtes Verhaltensmuster. Einer der ersten Menschen, eine Frau, könnte mit einem Gendefekt, mit einem verdoppeltem "Alleine-aufs-Klo-Gen", geboren worden sein und dieses an alle ihre Nachkommen vererbt haben. Dies ist aus evolutionstheoretischen Gründen aber auch als nicht wahrscheinlich zu bezeichnen.
Vielmehr glaube ich bei dem Phänomen an einen erlernten Akt der geschlechtsspezifischen Kommunikation. Das Frauenklo ist neben der Küche und den TM3-Studios (jetzt 9Live Anm. d. Red.) einer der wenigen Orte, an denen Frauen (meistens) unter sich sind. Dort können sie unbeobachtet von der männlichen Gesellschaft ihre ganzen geheimen Probleme diskutieren und so deren Last aufteilen. (...) Endgültig wird die Frage für uns Männer wohl nie geklärt werden, doch vielleicht ermöglicht uns die folgende Gegendarstellung einen Anhaltspunkt zu finden. Vielleicht wird uns aber auch das Mysterium Frau auf immer und ewig ein Rätsel bleiben. (Zitiert von http://www.paedagogium-godesberg.de/paedant/art0514.htm

zwei Klosisters meint:
Also früher bin ich nie zusammen mit jemand anderen aufs Klo gegangen. Ich fand das blöd... wieso muss ich auch müssen, wenn jemand anderes muss? Und warum muss ich da mitkommen? Und lästern und so mochte ich auch nie. Aber als ich einmal mit einer Freundin in eine Disco gegangen bin, hat mir meine Mutter gesagt: "Und geh nie allein aufs Klo, gehe immer mit deiner Freundin... das ist sehr gefährlich allein aufs Klo zu gehen!" Seitdem gehe ich jetzt immer mit einer Freundin aufs Klo. Auch wenn ich nicht in einer Disco bin. Es ist wohl um sich vor Männern zu schützen die vor den Klos (oder sogar zwischen den Kabinen versteckt?) rumlungern.. Eben um sich vor Anmachen, sexuelle Belästigungen oder Vergewaltigungen zu schützen.. denn Männer belästigen lieber allein umher irrende Mädchen. Hey hallo. Unsere Meinung warum vor dem Damen-WC fast immer der Teufel los ist: da man an diesen megalangen Schlangen nicht unter 5-10 Minuten zum Klo gelangt braucht man jemanden an seiner Seite mit dem man sich unterhalten kann. Dieses Gespräch hört nicht etwa auf der Klobrille auf, nein! Auch während einer auf dem Pott sitzt wird eifrig weiter erzählt. Unsere Theorie: Es ist eine Art Teufelskreis. es gibt erst ein Ende wenn die Putzfrau die Türen abschließt. Alleine ist es auf dem Klo doch langweilig. Außerdem ist man mal ein paar Minuten von der Männerwelt entfernt!!
Wanja 'der Frauenversteher' Gayk meint:
Weil Männer nicht auf's Frauenklo dürfen. Wenn's nur um Smalltalk und Schutz vor blöden Anmachen geht, würde es auch ein guter Freund tun. Aber selbst *wenn* Männer das dürften, haben die wenigsten Männer einen Blick dafür, ob die Kleidung oder die Frisur richtig sitzt. Die finden SIE immer hübsch.. vor allem, weil sie so süß aus der Wäsche guckt. Ein schwuler Mann eignet sich hingegen perfekt und wird, wenn er als solcher zu erkennen ist, auch auf Frauentoiletten toleriert.
Sven Tiemeier meint:
Dieses Phänomen ist meiner Ansicht nach auch noch an anderen Orten zu beobachten. Auf dem Männerklo z.B. wählt man eigentlich auch immer mindestens ein Urinal Distanz. Das mag vielleicht in der natürlichen Angst des Menschen vor ansteckenden Krankheiten begründet sein. Und die ist in einem Arztwarteraum ja geradezu heimisch. Außerdem stehen in den meisten Wartezimmern diese fürchterlich unflexiblen "Stuhlketten", Modell Stahlrohr verhakt. Die schränken den Drang des Menschen nach Bewegungsfreiheit und Privatsphäre (wer soll schon mitbekommen, dass ich als Mann die "Gala" lese) deutlich ein.
Torf Terence meint:
"Frauen finden es widerlich, sich auf ein Klo setzen zu müssen, auf dem vorher schon 100.000 Ärsche saßen und gehen deshalb zu zweit aufs Klo, weil sie sich so gegenseitig beim pinkeln festhalten können, und sich so nich mehr hinsetzen müssen."
Buyman aus Gärtringen meint:
Eine Frau muss die Klobrille heben, während die andere sich die Haare wäscht!
Mster meint:
Frauen sind mitglieder einer Weltweiten Verschwörung zur Übernahme der Erde durch Ausserirdísche und alle Klos der Welt dienen sozusagen als kleine Zentralen von denen aus kommuniziert und geplant wird. SO WATCH OUT FOR YOUR GIRLFRIEND!!!!
KttyWu meint:
Es gibt noch einen Grund, warum Frauen bevorzugt zu zweit auf's Klo gehen (das ist zumindest bei mir der Grund), und zwar um sich auf dem Weg dorthin vor gaffenden Männern zu schützen, die einen eventuell ansprechen könnten, wenn man sich wie Freiwild von seiner Gruppe entfernt. Vor allem, wenn man das Klo erst suchen muss, bietet der orientierungslose Blick einen guten Vorwand für Männer, eine Frau anzusprechen. Dieser Grund ist für die Männer natürlich sehr beleidigend und deswegen dürft ihr weiterhin daran glauben, dass die Frauen über euch sprechen wollen, oder zu dumm zum Rückwärtslaufen sind (ist es nicht eher bescheuert, rückwärts in ein Klo zu laufen?).
Garincha meint:
Der einzige Ausweg zu dieser Frage: Die gesetzliche Regelung, das nur eine Kloschüssel auf jeder Damentoillete eingebaut werden darf!
Him meint:
Meinen Bruder und ich beschäftigte diese Frage auch jahrelang. Eines Tages, kurz bevor wir uns an den familiären Mittagstisch begaben, hatten wir unsere Theorie parat. Ein Indiz fanden wir in der Tatsache, dass Frauen laut gängiger Meinung nicht rückwärts einparken können, und dass sie bei der räumlichen Orientierung den Männern ja auch unterlegen sein sollen.
Melanie meint:
Unsere Schlussfolgerung daraus: "Sie können nicht rückwärts gehen und benötigen die 2te Person, um in den engen Kabinen eingewiesen zu werden." Wenig später saßen wir am Mittagstsich, als meine Mutter aufstand um Nachschub aus der Küche zu holen. Dabei mußte sie rückwärts den Tisch verlassen und stolperte prompt über den Sessel, der hinter ihr stand. Den Grund unseres Uneingeweihten weit übertrieben erschienenen Lachausbruchs haben wir ihr natürlich nicht verraten." Habt ihr schon mal beobachtet, wie lang die Schlangen vor den Damentoiletten in Diskos, Theatern u.ä. sind? Also, zu zweit zu warten ist sicher angenehmer als alleine. Und ansonsten: Normalerweise gehen Frauen zwar gemeinsam zum Klo, aber nicht gemeinsam in eine Kabine. Es geht lediglich darum, den Weg hin und zurück ein wenig angenehmer zu gestalten, nicht alleine auf der Suche herumzuirren, jemanden zum Unterhalten zu haben... Warum gehen Männer eigentlich immer alleine? Am besten noch in verschämten Fünf-Minuten-Abstand... Da kann man doch viel besser gemeinsam gehen und sich die Zeit verschönern.
Schlimmbeam meint:
Ich glaube, die Antwort könnte in anatomischen Gegebenheiten gelagert sein. Mal abgesehen davon, daß Frauen i.A. die kommunikativeren Menschen sind, ist die Begründung Folgende: nichts ist peinlicher als auf einer öffentlichen Toilette das Plätschern des Nachbarn oder sonstige Geräusche aus gewissen Gegenden in gefliesten Räumen zu hören. Männer können den Strahl in eine Richtung lenken - Frauen meines Wissens nicht und deswegen gehen sie zu zweit auf Toilette und quatschen so laut, daß man die "Neben"geräusche nicht mehr hört.!
Alisa meint:
weil dass einfach dazu gehört! Frauen brauchen jemandem zum reden lästern etc. und dann ist es wohl logisch wenn man eine Frau mit auf die Damen toilette nimmt!!! ;-)
FoA - Team weiß dazu:
Unter www.was-frauen-wirklich-wollen.com (leider inzwischen offline)weren drei sehr interessante Theorien vertreten: Theorie 1: "Öko-Theorie" Frauen gehen deshalb gemeinsam auf die Toilette, weil sie umweltbewusst denken. Sie urinieren gemeinsam in ein WC, kacken gemeinsam einen Haufen und betätigen daher auch gemeinsam, nur 1 mal die Spülung, schonen so die Umwelt und haben wieder eine Möglichkeit uns Männern vorzuwerfen, dass wir uns nichts scheißen, wenn wir allein in unser Pissoir pieseln. Theorie 2: "Läster-Theorie" Frauen gehen deshalb gemeinsam aufs Klo, weil sie da ungestört über Männer lästern können, sich über andere Geschlechtsgenossinnen mokieren. Und bei Tiscali wird eine Umfrage der Fa. Zewa (na, wenn da nicht Experten sitzen...) zitiert, leider inzwischen dort auch nicht mehr zu finden: "Viele Männer vermuten, dass dann über sie geredet würde - aber weit gefehlt! Zewa - ja, das sind die, die auch Klopapier herstellen - hat jetzt eines der best gehütetsten Geheimnisse aus der Frauenwelt gelüftet. Das überraschende Ergebnis: Männer sind nicht das Hauptthema auf der Damentoilette! Nur 18 Prozent der über 500 befragten Frauen gaben an, sich auf der Toilette ungestört über Männer unterhalten zu wollen. Die Hauptgründe für den gemeinsamen Toilettenbesuch sind vielmehr: Frauen trauen sich entweder nicht alleine aufs Örtchen oder wollen gemeinsam lästern - nicht vorwiegend über Männer, sondern über ihr Make-up, Kleidung und Dinge, die ihnen auf die Nerven gehen. Das Thema Männer steht erst auf Platz drei der WC-Talk-Hitliste. Einig waren sich die weiblichen und männlichen Befragten der Zewa-Umfrage übrigens bei den Gründen, warum Frauen in aller Regel länger auf der Toilette verweilen als Männer. Langes Anstehen vor den Kabinen und das Auffrischen des Make-ups kosten Zeit. Allerdings sind 17 Prozent der Frauen davon überzeugt, dass sie gar nicht länger auf der Toilette brauchen als die Herren der Schöpfung - warum sie dies glauben, wird allerdings auch weiterhin ein Geheimnis bleiben." Interessanter Aspekt: Die Weibchen scheinen ab einem gewissen Alter doch eine eigene Intimsphäre zu entwickeln und verrichten ihr Geschäft ab einem gewissen Alter dann doch lieber alleine. Man(n) könnte diese Phase als die "späte Pubertät" bei Frauen bezeichnen, wenn sie beginnen alleine auf die Toilette zu gehen. Mädchen hingegen (Teenager) sind wahre Herdentiere, was das Intimgeschäft betrifft. In ganzen Horden stürmen sie oft die Toiletten."