Warum reißt der Schnürsenkel immer dann, wenn man es eilig hat?

Kannst Du dich daran erinnern, wann das letzte Mal einer deiner Schnürsenkel gerissen ist? Wahrscheinlich schon lange her, oder? Eigentlich reißen Schnürsenkel - dank hervorragende Qualitätskontrolle - nämlich gar nicht so oft. Aber wenn, ja wenn, dann mit Sicherheit dann, wenn man gerade zum Vorstellungsgespräch, zur Bahn oder sonst irgendwo verdammt eilig und dringend hin muss..
Chantal-Madlen meint:
Der Schnürsenkel reisst auch, wenn man es nicht eilig hat. Dann empfindet man das aber als weniger schlimm, und es fällt einem so weniger auf. Außerdem hat man die Angewohnheit, die Schuhe in Eile ruckartig zuzubinden. Das verursacht das Reißen der Schnürsenkel.
Prof. Dr. Spacke meint:
Wenn man es am eiligsten hat, versucht man die Schuhe (vielleicht auch unbewusst) möglichst schnell zuzubekommen. Man zieht also schneller und auch fester an den Riemen. Es tritt also eine wesentlich höhere Belastung auf, als im Normalfall. Und gerade dann reißen die Riemen natürlich.
Beagel meint:
Weil man dann etwas heftiger ans Werk geht. Der Mensch versucht bei schnellen Handlungen seine mangelnde Koordination durch Kraft zu kompensieren, was aber oft auch misslingt.
Karina-mit-k meint:
Ich denke, dass Schnürsenkel nicht nur dann reißen, wenn man es eilig, es kommt einem nur so vor - in der Wissenschaft nennt man so was selektive Wahrnehmung. Wenn Schnürsenkel am Sonntag Nachmittag nach dem Mittagessen vor dem Spazieren gehen reißen, hat man alle Zeit der Welt, in Ruhe den Schnürsenkel zu wechseln und eben zehn Minuten später loszugehen. Passiert das ganze aber morgens, wenn man zum Bus/zur Bahn muss und sowieso schon spät dran ist, dann ist der Stress groß, dann findet man spontan keinen Ersatz-Senkel, man trifft die Öse nicht, man flucht, ärgert sich, schreit vielleicht auch rum und verpasst am Ende den Bus/die Bahn. So was bleibt natürlich im Gedächtnis, während die zehn Minuten Verspätung zum Sonntag-Nachmittag-Spaziergang nach einer halben Stunde wieder vergessen ist.
Sandra Krieger, cityweb - 6. 10. 1998 weiß dazu:
Bei Cityweb.de kann man diesbezüglich Interessantes lesen: Marketingleiter Deichmann Essen: ”Wenn es die Schuhträger eilig haben und dadurch besonders nervös sind, gehen sie impulsiver an die Materie heran. Vorbeugen könnte man auch nicht durch die Verwendung besonderer Materialien. Bei allen Schnürsenkeln gibt es irgendwann diverse Abnutzungserscheinungen.Bei chemischen Fasern kommt ja auch der ökologische Aspekt hinzu.