Warum wird man beim Lästern immer erwischt?

Wer kennt das nicht... Gerade als man - natürlich ausnahmsweise - über einen guten Bekannten oder auch völlig unbekannten aber total dämlich ausschauenden Typen lästert, steht eben dieser - wenn man vom Teufel spricht - neben, hinter oder vor einem und hat alles mitbekommen. So ein Ärger aber auch, flüchtet man sich in lächerlich Ausreden, pfeift illuster in der Gegend rum oder probiert mit umständlichen Relativsätzen die Aussage zu entschärfen... kurz: macht sich noch lächerlicher und verdächtiger! Und nicht das es so wäre, das man ständig lästern würden, nein auch wer es nur alle Schaltjahre mal tut, kann man sich fast sicher sein, dass man erwischt wird!

Dani meint:
Man wird dabei erwischt, weil man entweder beim lauten Lästern immer die betreffende Person anguckt (man selber bekommt das dann schon mit) und beim leisen Lästern, naja, man kichert hinter vorgehaltener Hand & das ist ja dann wohl offensichtlich! Wer Flüstert lügt oder lästert!!!
KleinesNashorn meint:
Es ist doch so, dass man nur über jemanden lästert den man gerade gesehen hat und diese Person ist natürlich dann noch in der Nähe. Außerdem hat jeder Mensch eine Antenne für seinen Namen und wenn dieser fällt ist man dann sofort aufmerksam und hört zu, auch wenn er nicht zum Gespräch gehört.
flo150 meint:
tja, hat wohl was mit Ursache und Wirkung zu tun, oder vielleicht damit das lästern irgendwie schlecht ist und irgendeine höheren macht dazu beiträgt das durch irdische umstände welche im allgemeinen als Pech oder Schicksal bekannt sind diese Lästerei ans tageslicht kommt.
mö meint:
weil es immer irgendwelche Leute gibt, die es mitkriegen u. sofort weiter erzählen, weil sie zeigen wollen, dass sie zu dem halten, worüber gelästert wurde!!.....
FoA weiß dazu:
Die Wissenschaft - ihres Zeichens die Psychologie - hat sich mit diesem bzw. einem ähnlichen Phänomen beschäftigt und kann interessante Hinweise zur Aufklärung bieten. Anschaulich erklärt und auch danach benannt wird dieses Prinzip am sogenannten "Cocktail-Party-Effekt". Sie kennen das: Sie stehen auf einer (Cocktail)Party, um Sie herum ein hoher Geräuschpegel, und eigentlich versteht man nicht einmal das eigene Wort, geschweige denn das seines Gegenübers. Plötzlich hören Sie durch das Stimmengewirr Ihren Namen oder etwas, dass sie besonders betrifft, vielleicht von weit her. Unglaublich aber wahr und mit 100%iger Sicherheit werden Sie nun schlagartig neugierig oder unruhig: Wer hat da wo was über mich erzählt? Hinter dem Cocktail-Party-Effekt - gemeint ist also die Trennung eines bestimmten akustischen Musters, wie eben einer einzelnen Stimme, vor einem ähnlichen akustischen Hintergrund - steckt ein komplexer kognitiver Vorgang. Bei diesem Prozess werden verschiedene akustische Komponenten zunächst miteinander verbunden, dann von den überlagernden Stimmmustern anderer Sprecher abgetrennt und schließlich individuell verfolgt. Geht diese Fähigkeit verloren, kann das ein erster Hinweis auf einen fortschreitenden Hörverlust sein.
Die Auswege ergeben sich leicht aus den Ergebnissen der Wissenschaft: Entweder Du hörst auf zu lästern, was natürlich mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergeht. Oder aber, Du redest so laut, das dies zu einem fortschreitenden Hörverlust der anderen einhergeht, weshalb Du in der Folge zwar noch lauter reden musst, aber nicht mehr erwischt wirst. Vor "Petzeliesen" schützt freilich beides nicht...