Warum hat man immer auf die Sachen Hunger, die man gerade nicht im Kühlschrank hat?

Hunger... Schoki... Chips... Bier... wer kennt Sie nicht die marternden Gedanken, die an die synchron gleichzeitig an Hirnrinde und Magenwand klopfen und nach Nahrung schreien! Und als wenn diese Gedanken an sich nicht schon quälend genug wären, machen sie sich Vorliebe just immer genau 5 Minuten nach dem Ladenschluss des Supermarktes um die Ecke bemerkbar, um ja zu verhindern

dass der tiefe Trieb zeitnah befriedigt werden kann - was den Schmerz steigert und die Frequenz der Gedanken noch erhöht. Also, was tun... Pizza-Service...zu teuer, Kiosk... muss abnehmen... also der rettende Gang in die Küche zum Kühlschrank

Doch oh nein... als man das letzte mal (groß) einkaufen war, ahnte man es schon und hat nur die Sachen gekauft, auf die man Hunger hat, den ganzen Wagen voll - mit leckeren Sachen. Doch nun... sind diese Sachen entweder schon weg (eben weil sie sooo lecker waren, oder der Mitbewohner dasselbe gedacht hat) oder aber sie sind nur noch partiell vorhanden... Müsli aber keine Milch... Pommes aber kein Ketchup usw. - was auch nicht weiterhilft.

Viel häufiger ist es aber noch, dass sich das Hungergefühl im Supermarkt scheinbar grundsätzlich von dem Hungergefühl in der Küche unterschieden hat und demzufolge, der Kühl- und Vorratsschrank zwar voll sind - aber mit lauter Sachen auf die man doch ausgerechnet jetzt keinen Hunger hat (oder sich nicht mehr sicher ist, ob das Haltbarkeitsdatum nicht schon abgelaufen ist!). Verflixt ist das... also Hungern?

Chantal-Madlen meint:
Weil man immer gerne das hätte, was man nicht so leicht kriegen kann.
Christoph meint:
Ich hab die Erfahrung gemacht das man sich stets immer nur die Leckereien holt auf die man JETZT gerade Apetitt hat. Wenn man abends dann aber Erdnüsse, statt Salzstangen essen will, hat man ein Problem.
FoA weiß dazu:
Einige Gründe für diese Problematik liegen auf der Hand... und seien deshalb von mir kurz erläutert: 1) Ein streng monoton eingerichteter Kühlschrank, z.B. überwiegend mit alkoholhaltigem Gerstensaft lässt zum einen wenig Platz für andere Leckerein und schränkt zudem die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Lebensmitteln ein (Müsli mit Bier, naja noch nie probiert!) 2) Gleiches gilt prinzipiell für den leeren Kühlschrank, der zwar ausreichend Platz bietet, aber sonst nichts! 3) Auch wenn der Kühlschrank gut gefüllt ist, ist die Wahrscheinlichkeit immer noch hoch, dass nichts dabei ist, auf das man Hunger hat. Das liegt zum einen daran, weil man die Sachen auf die man Hunger hat, schon gestern oder vorhin gegessen hat - meist direkt nach dem Einkauf - weil man auch da einen Mordshunger auf das Zeug hatte. Es ergibt sich aber auch aus dem Verhältnis des eigenen Geschmackes zum westeuropäischen Supermarktangebot, dass durch seine Vielfältigkeit dafür sorgt, dass man ca. 1 Millionen Sachen kaufen kann, auf die man nur vorm Bezahlen Hunger hat, welche später aber dann zu "Ess-ich-nächste-Woche"-Sachen verkommen, bis sie abgelaufen sind. Sollte jemand sich als Experte für diese Frage angesprochen fühlen oder jemanden kennen, der ein solcher ist, möge er eine Email schreiben.