Warum frieren Frauen mehr und häufiger als Männer?

"Mach bitte deine Jacke zu, da frier ich ja, wenn ich das nur sehe!" Frauen haben gerne die Angewohnheit für ihre Männer mitzufrieren - als wenn sie nicht selber genug frieren würden. Im Büro immer das selbe Spiel - im Sommer "Frau macht Fenster zu - Mann macht Fenster wieder auf (zumal er schneller schwitzt und daher an Durchlüftung zwecks Vertuschung dieser Tatsache durchaus interessiert ist!)".

Im Winter - ebenso "Heizung an, Heizung aus". Während die Männer bei mäßigen Temperaturen noch mit T-Shirt rumlaufen, haben die Frauen bereits ihre muschelig-kuschelige "Übergangsmode" an und nutzen die Gelegenheit Schals und Handschuhe wieder hervorzukramen. Gern versuchen sie sich dabei mit dem Hinweis "Ich bin etwas erkältet", "Kann man ruhig schon wieder anziehen", "Is´ kalt geworden die letzten Tage, oder?!" zu rechtfertigen. Als ob es nicht jeder längst durchschaut hätte...

Frauen frieren sich ´nen Wolf, bei Temperaturen, bei denen Männer noch Schweißflecken wie Pilze unter den Achseln wachsen und steigern sich dabei nur allzu gerne untereinander in einen Frostwahn... warum nur?

*** Kirsten *** meint:
Also, was "justbeman.de" geschrieben hat, trifft meiner Meinung nach nur teilweise zu. Ich zum Beispiel friere im Prinzip ständig, was wohl damit zusammenhängt, dass ich sehr schlank bin. Doch ich käme nie auf den Gedanken, mich bei kälteren Temperaturen zu leicht anzuziehen, nur um den Männern zu gefallen - da gibt es wirklich Wichtigeres!!! Doch ich kenne auch eine Reihe von Frauen, die tatsächlich im Winter bauchfrei oder im Spaghettitop herumlaufen, weil sie denken, es wirke auf Männer interessanter, oder weil sie ein geringes Selbstwertgefühl haben und sich mit "praktischer" Kleidung ungeliebt oder nicht attraktiv genug fühlen. Doch ich denke, durch solche Outfits wird nur ein bestimmter Männertyp angesprochen, der meist oberflächlich ist und nur "Ein Mäuschen zum Poppen" sucht (sorry für meine Wortwahl!). Ein Mann mit Grips interessiert sich nämlich meiner Erfahrung nach nicht nur für Äußerlichkeiten, so dass man sich als Frau ruhig warm anziehen kann - man wird schon nicht gerade wie eine "Speckbulette" aussehen, nur weil man einen gefütterten (und sogar modischen) Wintermantel trägt!"
Beagel meint:
Weil das Herz-Kreislauf-System schwächer aufgebaut ist und die Extremitäten (Arme + Beine) weniger durchblutet sind. Das mag genetische Ursachen haben, denn die Männer waren eher auf Jagt und im Krieg - da war eine sehr gute Durchblutung lebenswichtig. Frauen saßen eher in der Hütte/Höhle - da war es meist wärmer und der Stoffwechsel der weniger belasteten Muskeln benötigte auch weniger Durchblutung. Und um´s klarzustellen: Ich habe nicht gesagt, dass Frauen fauler oder schlechter waren/sind! Sie hatten früher nur halt andere Aufgaben. Wer wollte das bestreiten?!
Anonymous meint:
Frauen sind verletzlicher, sensibler, weicher, zärtlicher und spüren somit Veränderungen schneller. Außerdem trinken Männer mehr Bier, das wegen des Alkohols einen hohen Energiegehalt und somit zu einer höheren Körpertemperatur führt!
Sorglos17 meint:
Weil Männer meistens stärker behaart sind. Das ist wie eine Art Fell, was sie nicht ganz so schnell frieren lässt.
nt0mjjrr001 meint:
entwicklungshistorisch gesehen war es für Frauen wichtiger die inneren Organe (Fortpflanzungsorgane) zu schützen als die Extremitäten. Bei Männern war es wichtig die Arme und Beine zu versorgen, damit sie ihre Aufgabe als Jäger erfüllen konnten.
SCULLY meint:
Frauen haben im Körperinnern eine höhere Temperatur als aussen. Denn wenn sie schwanger sind muss der Embryo gut gewärmt werden. Vor allem im Bauchbereich ist die Temperatur bei Frauen am höchsten. Aussen vor allem an den Gliedmassen ist die Temperatur sehr niedrig, deshalb frieren Frauen schneller. Denn Männer haben die Körpertemperatur fast gleichmäßig innen und außen verteilt.
Guggern meint:
Der Mann an sich hat eine größere Muskelmasse, als die Frau (er muß ja auch jagen und nicht das wichtige Feuer hüten :-)) Aufgrund dieser höheren Muskelmasse hat er natürlich auch einen gesteigerten Muskeltonus, der viel mehr "Grundwärme" produziert, als bei einer Frau. (somit muß man sich als Mann eine Profi-Bodybuilderin als Freundin suchen, wenn man im Bett eine Frau mit warmen Füßen will - lol)
Christoph meint:
Frauen haben eine dünnere Fettschicht, als die der Männer, da Männer seit jeher mehr arbeiten und einen ausgeprägten Muskelbau haben, was sich über Jahrtausende so entwickelt und beibehalten wurde.
Manfred meint:
Weil Schminke allein nicht so warm hält wie ständiges Kratzen.
Mörchen meint:
Weil sie dank ihrer Intelligenz schneller merken, dass es kalt ist!
Maria meint:
Jetzt mal ein Kommentar von einer Frau, weil ich muss es ja wissen. Frau friert allein deshalb öfter und leichter, damit Mann einen logischen Grund hat näher zu kommen. Warum lässt sich Frau auch sonst nur von einem Mann wärmen und nicht von der Freundin? Rein biologisch hat Mann angeblich eine höhere Herzfrequenz als Frau und schwitzt deshalb auch leichter als Frau aber dass weiß ich nur vom Hörensagen.
Matthias meint:
...weil sie immer ihre haare rasieren (dies ist auch die Erklärung für das ständig kalte Füße bekommen.
Pierre Vers meint:
Sie haben eine Loch im Pelz!
Sven meint:
Erstens: Frauen sind wechselwarme Geschöpfe, mit von der Evolution zerstörten Thermostaten, können sich also nur langsam an Temperaturschwankungen gewöhnen. Zweitens: Frauen sind dem Permafrost der Gesellschaft weniger gut gewachsen und frieren vor Furcht. Und drittens: Männer haben genetisch bedingt Frostschutzmittel in den Adern. Wunderbare Erklärungsmodelle, die sich im Alltag gut belegen lassen, aber leider nicht wissenschaftlich. Die Wahrheit ist natürlich banaler: Frauen sind meist kleiner als Männer, haben weniger Muskeln und Fett zum Speichern der Körperwärme und müssen deshalb mehr Energie produzieren, um sich zu wärmen. Trifft aber eben nicht auf jede Frau zu. Bulgarische Kugelstoßerinnen zum Beispiel oder chinesische Schwimmerinnen frieren nie. Haben zu viele männliche Hormone. Die Glücklichen.
Stefan meint:
Vielleicht liegt es daran, dass Männer mehr Körperhaare haben und sich dadurch so quasi eine Wärmeschicht über der Haut bildet - zwischen den Haaren. Mit der Gänsehaut ist doch das selbe Prinzip, oder?
Martina Novak in Gesunheit SprechStunde 03.11.2000 weiß dazu:
... Alle Frauen haben sie, behaupten Männer. Nicht alle, aber sehr viele, sagen Experten. Die Rede ist von kalten Händen und Füssen. (...) Warum deutlich mehr Frauen als Männer unter dem Raynaud-Phänomen leiden, darüber herrscht in der Fachwelt Ratlosigkeit. Denn das Kälteempfinden der Hände und Füße hänge weder vom Hormonspiegel noch vom Körpergewicht ab, meint Ulrich K. Franzeck. Es könne jedoch durch psychovegetative Faktoren wie Stress oder Mobbing beeinflusst werden, indem Ausschütten der Stresshormone Adrenalin und Cortisol die Blutgefässe verengen. Und für alle Arten von Psychoterror soll ja das so genannt schwache Geschlecht anfälliger sein... Kommen noch andere gefässverengende Faktoren dazu, wie etwa das Rauchen, dann haben Frauen anstelle von Füssen häufig das, was Männer unsensibel als "Eisblöcke" bezeichnen.
Um es gleich mit den Worten des großen Peter O´Toole in Lawrence von Arabien zu sagen: "Der Trick ist, den Schmerz nicht zu zeigen!". Die Sache ist doch die, liebe Leserin, wenn Ihnen bis zur Pubertät Väter, Onkel und andere männliche Bezugsperson fortdauernd den Karl-May-Merksatz "Indianer kennt keine Schmerz!" einbläuen, dann verbietet sich irgendwann fast von selbst die Gegenfrage "Und was ist mit kalten Füßen?" Auch den anderer essentiellen Merksatz "Es gibt kein schlechtes Wetter - Nur schlechte Kleidung!" möchte ich hier nochmals an die anwesende Damenwelt rausgeben. Denn was nützt der aufsehens-erregende Capri-Hosenauftritt, wenn er schlussendlich doch nur bei den Amputations-Medizinern der Notaufnahme für großes Hallo sorgt? Wenn hier nicht bald von den zuständigen Institutionen für mehr Aufklärungsarbeit gesorgt wird, dann bleibt Gefrierbrand noch bis zum St. Nimmerleinstag ein Problem für die weibliche Zielgruppe. Also zieht euch warm an.
lebenslust.de weiß dazu:
Die Frage, warum Frauen öfter und schneller kalt ist als Männern, ist leicht zu beantworten: Verantwortlich dafür ist die Körperzusammensetzung. Rein statistisch gesehen besteht der Körper des Mannes durchschnittlich zu 40 Prozent aus Muskeln und nur zu 15 Prozent aus Fett. Bei Frauen ist die metabolisch aktive Körpermasse, also die Muskulatur, weil weniger ausgeprägt; der weibliche Körper besteht durchschnittlich aus 25 Prozent Muskeln und knapp 25 Prozent Fett. Fett kann Wärme zwar isolieren, aber nicht herstellen. Dafür ist die Muskelarbeit zuständig. Früher wurde diese kleine "Ungerechtigkeit" der Natur eben mit der Gleichung "weniger Wärmeerzeugung, aber bessere Isolation" annähernd wettgemacht. In unserer Zeit jedoch gibt es ein schlankes Schönheitsideal, die Frauen kämpfen gegen jedes Pfund ihrer Fetts, und deshalb haben sie häufig weder genügend Wärmeerzeugung noch genügend Wärmeisolierung. Ein weiterer Grund für das stärkere Kälteempfinden der Frau ist ihre, im Vergleich zu der des Mannes, relativ dünne Haut. Die männliche Oberhaut ist um 15 Prozent kräftiger als die weibliche. Bei drohendem Wärmeverlust verengen sich die Gefäße, und die Durchblutung der Haut wird zurückgenommen, was bei dünner Haut leichter als bei dicker Haut funktioniert. Die Hautoberfläche einer Frau wird dann bis zu drei Grad kälter als die eines Mannes, was dazu führt, dass der Temperaturunterschied zwischen der Haut und dem Körperinneren größer ist als beim Mann. Dementsprechend hat sie also ein gesteigertes Kälteempfinden.
Es hat weder mit einer anderen Körpertemperatur zu tun noch mit „den Hormonen“. Zwei einfache Gründe lassen den durchschnittlichen Frauenkörper schneller frieren: Erstens sind Frauen meist kleiner als Männer. Betrachten wir die Frau, grob vereinfacht, als maßstabsgerecht verkleinerten Männerkörper: Das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen ist ungünstig – ein kleiner Körper strahlt verhältnismäßig mehr Wärme ab als ein großer. Das ist gut bei Hitze, aber schlecht bei Kälte. Zweitens ist bei Frauen (wiederum im Durchschnitt!) der Anteil der Muskelmasse am Körper kleiner als bei Männern und der Fettanteil größer. Die Muskeln sind aber das am besten durchblutete Gewebe und sozusagen unsere innere Heizung. Es handelt sich also keineswegs um hysterisches Gejammer, sondern es ist objektiv begründbar, warum Frauen (und kleine Männer) schneller frieren. Der Gentleman macht sich also nicht darüber lustig, sondern dreht die Heizung höher oder legt der Dame seinen wärmenden Mantel über die Schultern.
justbeman.de weiß dazu:
Frauen frieren immer, (...) weil sie sich grundsätzlich zu luftig anziehen. Wer bei minus 5 Grad Celsius noch in kurzem Röckchen und Seidenstümpfen umherläuft, braucht sich nicht über die Gänsehaut zu wundern. Aber diese Quälerei hat nur einen Grund: Frauen wollen so den Männern gefallen. Und das klappt im knappen Spaghettiträger-Oberteil nun mal besser als im gelben Friesennerz mit Pudelmütze. Außerdem ist bei Frauen, die von den Wechseljahren noch weit entfernt sind, die Östrogenausschüttung recht hoch. Erst wenn diese vermindert wird, bekommen Frauen die bekannten "Hitzewallungen". So lange müssen Sie wohl noch schützend und wärmend den Arm um Ihre Süße legen. Aber mal ehrlich: Es gibt Schlimmeres, oder?"
Das Frauen schneller frieren als Männer, darüber besteht ja wohl kein Zweifel mehr... solange sich dann nur Frauen in einem Raum aufhalten ist das ja auch kein Problem, Heizung an... fertig. Aber bei gemischtgeschlechtlichen Gruppen gibt es nur zwei Lösungsmöglichkeiten: Männer müssen etwas ausziehen, oder Frauen etwas an... Erstere Lösung kommt natürlich selbstredend nicht in Frage, weshalb hier nur auf die zweite Lösungsmöglichkeit eingegangen werden soll. Auf den Webseiten fast aller Anbieter für Trekking-Ausrüstung lässt sich lesen: "Frauen frieren schneller als Männer. Deshalb sollten diese in der Regel wärmere Schlafsäcke kaufen (als Männer)." Na also, wie wäre denn das... einfach immer einen handlichen kleinen Schlafsack in das Handtäschchen... fällt ja zwischen den zahllosen sich darin befindlichen Sachen kaum auf und würde dazu die ewige Männerfrage, was den alles in der Handtasche ist ein für alle mal klären.