Wann sagt man als und wann wie (es scheint als sage man immer öfter "als", als wie "wie", was der deutschen Sprachkultur nicht gerade förderlich ist!)

Als Kneipenspiele beliebt, als lockere Einsteig eines noch lockereren Gespräches auf jeder ätzenden Party gefragt, unter Deutschlehren ebenso gefürchtet wie gefordert, sind zahlreiche für eine hohen Anteil der deutschen Bevölkerung nicht zu bewältigende Schwierigkeiten der deutschen Sprache.
K. Juergens meint:
Gibt es überhaupt irgend jemanden, außer vielleicht Fußballfans, 3er-BMW-FahrerInnen, MaxfitforfunamicabuntefocusbildbrigittebravowochenendleserInnen, AOL-SurferInnen und ähnlichdebilem Bodensatz der Gesellschaft, der wirklich NICHT weiß, wann es in einem Vergleich »als« und wann es »wie« heißt? Im Ernst???!!! Das kann ich gar nicht glauben. Das sind wohl die Leute, welche auch »Susi's-Friseur's-Stube« schreiben?!
Nach Steigerungen fast immer "als", aber nie "wie". "Er ist größer als ich." Man kann bei Steigerungen auch "denn" verwenden, um zwei "als" hintereinander zu vermeiden: "Es ist besser als freier Mensch zu sterben, denn als Sklave zu leben." Ein wenig altmodisch klingt das allerdings schon. Bei Gleichordnungen immer "wie". "Er ist so dick wie ich." Kniffliger wird die Sache, wenn man Multiplikatoren zum Vergleich heranzieht. Korrekt heißt es: "Ina ist zweimal so stark wie Peter" (Gleichordnung), aber "Ina ist zweimal stärker als Peter" (Steigerung). Im Süden des deutschen Sprachraumes wird umgangssprachlich gerne "wie" nach dem Komparativ gesetzt ("Ich bin stärker wie du."), während die Norddeutschen eher dazu neigen, "als" nach dem Positiv zu verwenden ("so weit als möglich"). Standardsprachlich ist beides falsch.