Warum fallen die Vögel nicht von den Bäumen, wenn sie schlafen, warum also können sie im Sitzen schlafen und ich nicht?

Schon mal im Sitzen eingeschlafen... oder hinten im Auto?! Dann kennst Du ja dieses für andere höchst amüsierend anzuschauende zur-Seite-kippen des Kopfes. Der damit einhergehende schläfrig-erschrockene Blick macht das Bild rund und wird bei extremer Müdigkeit von einer Gesamtkörperkippung gefolgt, die noch lustiger aussieht. Fakt ist, halbwegs angenehm und attraktiv lässt sich nur im Liegen schlafen. ...Aber, hast Du dich etwa noch nie gefragt, warum die Vögel, die zum Pennen nicht mal auf den Boden kommen und ein um ein mehrfaches kleineres Gehirn haben als Du - in der Regel jedenfalls - auf einem winzigen Ast vor sich hin dösen können, ohne darunter zu fallen... beneidenswert!
Mele meint:
Vögel fallen nicht vom Ast, wenn sie schlafen, da sie neben dem flüssigkeitsgefüllten Gleichgewichtsorgan im Ohr (welches wir auch besitzen) ein Weiteres an der Wirbelsäule besitzten. Auch dieses ist flüssigkeitsgefüllt und löst bei Ungleichgewicht einen Reflex aus, der vor dem Herunterfallen von Ästen, Leitungen usw. schützt. Schaltet man dieses Gleichgewichtsorgan aus, können Vögel nicht mehr auf Ästen o.ä. sitzen; schaltet man das im Ohr aus, können sie nicht mehr fliegen und laufen.
Tierarztpraxis am Alten Markt in Krefeld-Uerdingen meint:
Anatomisch bedingt greifen die Zehen der Vögel durch einen raffinierten Sehnenmechanismus automatisch um den Ast auf dem sie sitzen sobald die Vögel ihre Beine anwinkelt. Eine Stabilisierung dieses Zustandes erreichen sie mit einer entsprechenden Gewichtsverlagerung, also ohne aktive Muskelleistung in den Beinen. Da Vögel selten tief schlafen haben sie immer eine Kontrolle über ihr Gleichgewicht und verhindern somit ein Herunterfallen vom Baum.
Nils Korbert meint:

Weil Sie sonst auf dem Boden schlafen müssten und gefressen würden.

Mathias Jörg Müller-Michaelis hat sich in seinem Buch "Warum ist die Banane krumm?" (welches übrigens sehr zu empfehlen ist) mit diesem Problem beschäftigt: "Weil sie in ihren Füssen eine Automatik haben, die so ähnlich funktioniert wie eine Wäscheklammer. Wenn sich Vögel auf einen Ast setzen, spannt sich durch ihr Körpergewicht eine Sehne, welche die Zehen wie mit einem Gummiband fest zusammenzieht. Um die Zehen wieder vom Ast zu lösen, muss der Vogel zunächst ein paar Flügelschläge tun, damit sein Körpergewicht nicht mehr auf die Sehne drückt. Nur dann lösen sich die Zehen wieder."

Es gibt eine wirklich tolle, ja wundervolle, Sache, die immer breitere Verwendung findet: Die "Nackenrolle". Durch sie ist es möglich immer und überall locker, elegant und trendy im Sitzen zu ratzen

Völlig unauffällig und immer in den aktuellen Modefarben lässt es sich mit ihr entspannt dösen, frei wie die Vögel auf dem Baume.

Derartige "Nackenrollen" gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, übrigens auch für Kinder, womit insbesondere die Zielgruppe der Schüler und Studenten aufhorchen sollten, die ja einen Großteil ihrer körperlichen Existenz mit Sitzschlafen fristen. Wäre sicher sehr nett anzuschauen, so ein Hörsaal voll mit Nackenrollen, und ein kurzer Schlaf soll ja neue Energien wecken.  Eine reichhaltige Auswahl an illusteren Designs findet sich bei "www.autokindersitz.de".