Warum habe ich nie einen €uro für den Einlaufswagen?

Nachdem die Lebensmittelketten bemerkten, dass sich die Zahl der Einkaufswagen vor ihrem Geschäft drastisch reduzierte und umgekehrt auf Spielplätzen, inmitten der Fußgängerzone und insbesondere vor (Studenten-)Wohnheimen ebenso drastisch stieg, erfand irgendein kluger Kopf so eine Art Pfandsystem für den Einkaufswagen! Seitdem muss man also nun fast überall eine Münze, meist 1 €uro in eine extra dafür präparierte Einrichtung am Wagen stecken, um ihn überhaupt mitnehmen zu können.

Das der Wagen für 1 €uro immer noch recht günstig ist wurde wohl mangels Alternativen (Krankenkassenkarte, Eurocard, Perso ???) in Kauf genommen, zumal praktisch alles was so ähnlich wie eine 1 €uro Münze aussieht reinpasst (manchmal allerdings nie wieder rauskommt!). Die Folge ist dementsprechend eine nur minimal zurückgehender Einkaufswagenkriminalität, bei steigender Peripherproblematik. Diese spiegelt sich darin wieder, dass man zwar prinzipiell immer ein vor Kleingeld überquellendes Portemonai hat, aber beim Einkaufen praktisch nie 1 €uro klein hat. Stattdessen natürlich mindestens vier 20 nur 50 Cent-Stücke sowie zahllose 2 €uro-Stücke usw. Das wiederum zwingt einen dann zu dubiosen Tauschgeschäften oder dem (neuerdings sogar bei ALDI nicht mehr gern gesehenen) Pappkartoneinkaufen. (Wobei die Ware in einen auf dem Weg durch die Gänge aufgefundenen oder nebenbei entleerten Pappkarton gepackt wird.). 

kloetzchen meint:
Ich denke, dass es einfach daran liegt, dass man vor dem einkaufen zum Bankautomat geht und nur große scheine bekommt, oder dass man sich nur große scheine mitnimmt; ergo bekommt man Kleingeld erst nach dem Einkauf.
Birte meint:
Ein kleiner Tipp von mir, in die Einkaufswagen paßen auch 20 Cent Stücke also muß man gar nicht lange nach 1Euro Stücken suchen- 20 Cent hat man ja fast immer!
Beagel meint:
"Weil ich mir die negativen Situationen eher merke, ist der Auffand doch so groß, dass es mir bewusst wird. Wenn ich einen €uro habe, denke ich da nicht groß drüber nach. Also rein subjektiv, dieser Eindruck."
Hendrik Wessel meint:
Für mich hat sich dieses Problem seit der Euro-Umstellung erledigt. Klar hatte ich auch früher schon immer mal ne Mark in der Tasche, erfahrungsgemäss fand aber auch die letzte Mark immer kurz vor dem Einkaufswagen-anmieten ihren Weg über eine Ladentheke. Neuerdings will aber keiner mehr meine "letzte Mark" haben, so dass ich wirklich IMMER meine Mark in der Tasche habe. ...immerhin ein Gutes seit der Euro-Umstellung ;-)
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Zweierlei Auswege aus dieser existenziellen Krise der Nahrungsmittelbeschaffung sind denkbar und werden in der Praxis bereits angewendet.

Man macht sich ein 1 €uro-Imitat an den Schlüsselbund oder deponiert es dauerhaft in der Geldbörse, um es jederzeit parat zu haben. Derartige Imitate kriegt man inzwischen oft als Werbegeschenk oder am Weltspartag in die Hand gedrückt oder kauft sie sich (was bei Preisen von über 1 €uro mehr als paradox ist!) bei Ramsch-, Posten- oder Supermärkten - um sie dann gleich im selben Geschäft im Wagen auszuprobieren und meist ebenso schnell wieder zu verlieren.

Man wartet mit einer nach Beutefang aussehenden Grimasse oder seltsam anmutenden Empfangsgrinsen auf einen Kunden, der gerade seinen Einkaufswagen zurückbringt und belästigt diesen mit dem Angebot von Tauschgeschäften. Das geht natürlich auch mit Kunden ohne Einkaufswagen, die aber 1 €uro klein haben und setzt voraus, dass es zahlreiche Glückspilze gibt, die 1 €uro oder entsprechende Imitate hatten. In der Regel ist dies, außer natürlich bei einem selbst, recht häufig der Fall, so dass dieser Ausweg als sicher betrachtet werden kann. (Außer man hat nur einen 100 €uro schein oder so, was aber ebenfalls selten ist - s. Frage: "Warum muss ich immer einen Schein anbrechen?")