Warum baut man sich eine Eselsbrücke?

Anonymous meint:
Esel weigern sich normalerweise beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten. Daher baute man oft kleine Brücken, um mit den Lasttieren doch ans Ziel zu kommen. Eine Eselsbrücke ist also ein kleiner Umweg, der ans Ziel führt.
Ralf Krum meint:
Unter dieser Redensart versteht man jemandem mit erheblichen Hilfsmitteln eine Aufgabe zu erleichtern. Die Redensart, die aus der mittelalterlichen Vorstellung der Zoologie hergeleitet wurde (z.Bsp: J.Chr. Günther "Gedichte", C.F.Haubers "Chrestomathia", Konrad von Megenberg "Buch der Natur", Gesner "Tierbuch von 1582" etc.) bezog sich ursprünglich auf ein Zitat von Plinius. Dieser behauptete, dass ein Esel keine Brücke überschreite, durch deren Belag er dass Wasser sehen könne, womit er sich auf die griechischen Lehrsätze von Euklid und Pythagoras berief. Im Mittelalter wurde der Sinn dahingehend übertragen, dass es nur eine vermeintliche Gefahr sei, die den Esel abschreckt und somit ein Zeichen der Dummheit. Schwierigkeit nicht für den Einsichtigen, sonder nur für den Dummen. (Auszug aus Lutz Röhrich: "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten")
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