Warum zeigen Armbanduhren in Auslagen fast immer 10 nach 10 als Uhrzeit?

Anonymous meint:
Das ist ein hochwirksamer Werbeeffekt, der tatsächlich bewusst eingesetzt wird. Auf den potentiellen Käufer wirkt es, als würde ihn die Uhr anlächeln. Anders als zum Beispiel 20 nach 8, wo die "Mundwinkel" nach unten zeigen. Bei der Uhrzeit 10 nach 10 hingegen sorgt die Uhr beim Kunden für eine positive Grundstimmung.
Erklärbär17 meint:

Ganz klar - das Ganze ist eine versteckte Botschaft von Außerirdische. Sieht doch genau aus wie der V-Gruß der Vulkanier um Spock & Co., oder?

Aus Ludger Lütkehaus' Besprechung über Florian Coulmas' Buch "Japanische Zeiten" lernt man, warum Uhren in den Auslagen aller Uhrgeschäfte stets auf 10 nach 10 gestellt werden: "In den sechziger Jahren wurde es zum 'Firmengesetz' des weltgrößten Uhrenherstellers Seiko, seine Uhren auf exakt 10 Uhr, 8 Minuten und 42 Sekunden zu fixieren. In dieser Präzision ist das eine kontingente Zeitangabe. Als physiognomisches Bild gelesen, deutet der Stand der Zeiger indessen ein lachendes, rundum positiv gestimmtes Gesicht mit fröhlich nach oben gezogenen Mundwinkeln an, so heiter, wie Kinder die Sonne malen. Fast alle anderen Uhrenhersteller der Welt sind dem Beispiel Seikos gefolgt.